Zwei Regionalzüge fahren nebeneinander an einem Bahnsteig ein.

Coronavirus

Infos zum
Nahverkehr

Aktuelle Informationen zu Corona

Wie verschiedene internationale Studien belegen, ist der öffentliche Nahverkehr kein Infektionstreiber. Um die Infektionsgefahr weiterhin so gering wie möglich zu halten, ist es verpflichtend, in Bussen und Bahnen sowie in Gebäuden der ÖPNV-Infrastruktur eine medizinische Maske (sogenannte OP-Maske) oder eine Maske des Standards FFP2, KN95 oder N95 zu tragen. Bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht wird ein Bußgeld in Höhe von bis zu 150 Euro erhoben. Außerdem werden alle Fahrgäste darum gebeten, die Hygieneregeln zu beachten und so gut es geht den Mindestabstand einzuhalten. Es wird zudem empfohlen, die Corona-Warn-App der Bundesregierung zu nutzen. Weitere Informationen zum Verhalten im Nahverkehr haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Maßnahmen im Nahverkehr

Was die Verkehrsunternehmen tun:

  • Ticketkauf in Bussen: Fahrgäste und Busfahrer*innen werden durch eine Plexiglasscheibe getrennt, um die Ansteckungsgefahr beim Vordereinstieg und Ticketkauf im Bus zu reduzieren.
  • Automatisches Öffnen der Türen: Sofern technisch möglich, öffnen die Fahrer*innen an jeder Haltestelle die Türen des Fahrzeugs. Dadurch ist eine Berührung des Türöffners nicht mehr notwendig und der Innenraum der Fahrzeuge wird an den Endhaltestellen gelüftet.
  • Erhöhte Reinigungsintervalle: Die tägliche Reinigung der Fahrzeuge wird ausgeweitet, teilweise kommen zusätzlich antivirale und antibakterielle Desinfektionen zum Einsatz.
  • Service im Kundencenter: Die meisten Unternehmen haben ihre Kundencenter und Verkaufsstellen unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln geöffnet. Teilweise gibt es geänderte Öffnungszeiten, mehr dazu erfahren Sie auf den Webseiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen.

Was die Fahrgäste tun müssen:

  • Mindestens eine medizinische Gesichtsmaske in Fahrzeugen und Gebäuden tragen
  • Abstand halten
  • Hygieneregeln beachten
  • Bei Fieber, Husten und Atembeschwerden zu Hause bleiben und telefonisch medizinische Hilfe suchen

Fragen und Antworten zur Maskenpflicht im NRW-Nahverkehr

In der aktuellen Fassung der Corona-​Schutzverordnung NRW (Stand 23.08.21) ist vorgesehen, dass in Fahrzeugen und Gebäuden eine medizinische Maske, also eine sogenannte OP-Maske, von den Fahrgästen getragen werden muss. Atemschutzmasken des Standards FFP2, KN95 oder N95 sind weiterhin zulässig, jedoch nicht mehr verpflichtend. Andere Mund-Nase-Bedeckungen wie Alltagsmasken, Schals oder Tücher sind im NRW-​ÖPNV nicht zulässig.

Die Maskenpflicht gilt nur noch in den Fahrzeugen und Gebäuden des öffentlichen Nahverkehrs, also beispielsweise in Bahnhöfen, Empfangshallen, Reisezentren und Unterführungen. An Bahnsteigen, Haltestellen und vollverdachten Stationen wie z. B. dem Kölner Hauptbahnhof müssen Sie keine Maske mehr tragen, solange Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können.

Medizinische Masken besitzen eine höhere Wirksamkeit: OP- und FFP2-​​Masken bestehen aus mehrlagigen Kunststoffen mit bestimmten Eigenschaften und beinhalten ein spezielles Filtervlies. Außerdem wird ihre Wirksamkeit geprüft und zertifiziert. Während eine OP-Maske hauptsächlich andere Menschen vor den eigenen Tröpfchen schützt, bieten FFP2-, KN95- und N95-Masken einen Fremd- und Eigenschutz und schützen vor Tröpfchen und Aerosolen. Bei Alltagsmasken hängt die Schutzwirkung stark davon ab, wie viele Lagen Stoff und welches Material verwendet wurde – hauptsächlich sorgen sie für einen reduzierten Tröpfchen-​​Ausstoß.

Kinder bis zum 6. Geburtstag sind von der Maskenpflicht befreit. Bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren gilt: Wenn sie aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, dürfen sie eine Alltagsmaske nutzen.

Wer keine zulässige Maske trägt oder lediglich ein Visier, eine textile (Alltags-​)Maske, ein Tuch oder einen Schal, handelt ordnungswidrig und riskiert ein Bußgeld von bis zu 150 Euro.

Die Einhaltung der Maskenpflicht im NRW-​Nahverkehr wurde bisher bereits durchgehend und konsequent vom Begleitpersonal in den Zügen kontrolliert. Ergänzt wurden diese Kontrollen durch zusätzliches Sicherheitspersonal sowie durch Kontrollen der Ordnungsämter und Bundespolizei auch an den Stationen. Diese Prozesse bleiben bestehen.

Hygiene im Nahverkehr

Die 7 wichtigsten Hygieneregeln

Im Alltag begegnen wir einer Vielzahl von Erregern wie Viren und Bakterien. Einfache Hygienemaßnahmen tragen dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen – nicht nur im Zeitalter von Corona.

 

Maske tragen

  • verpflichtend seit 12.06.21: OP-Maske oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2
  • durchgehend in Fahrzeugen und Gebäuden
  • an Haltestellen und Bahnsteigen nur noch, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann
  • Alltagsmasken, Schals und Tücher sind nicht mehr zulässig
  • bei Verstoß: Bußgeld in Höhe von bis zu 150 Euro

 

Schematische Darstellung einer Person, die sich die Hände wäscht.

 

Regelmäßig Hände waschen

  • wenn Sie nach Hause kommen
  • vor und während der Zubereitung von Speisen
  • vor den Mahlzeiten
  • nach dem Besuch der Toilette
  • nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten
  • nach dem Kontakt mit Tieren

 

Schematische Darstellung einer Person, die einem Kind Desinfektionsmittel auf die Hände sprüht.

 

Hände gründlich waschen

  • Hände unter fließendes Wasser halten
  • Hände von allen Seiten mit Seife einreiben
  • dabei 20 bis 30 Sekunden Zeit lassen
  • Hände unter fließendem Wasser abwaschen
  • mit einem sauberen Tuch trocknen

 

Schematische Darstellung einer Person, die sich ins Gesicht fasst.

 

Hände aus dem Gesicht fernhalten

  • möglichst nicht mit ungewaschenen Händen Mund, Augen oder Nase berühren

 

Schematische Darstellung einer Person, die in ihre Armbeuge hustet.

 

Richtig husten und niesen

  • am besten in ein Taschentuch husten und niesen oder die Armbeuge vor Mund und Nase halten
  • dabei Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen

 

Schematische Darstellung einer Person, die neben einer Person steht und niest.

 

Im Krankheitsfall Abstand halten

  • Erkrankungen zu Hause auskurieren
  •  auf enge Körperkontakte verzichten
  • bei hohem Ansteckungsrisiko für andere wenn möglich in einem separaten Raum aufhalten oder eine getrennte Toilette benutzen
  • persönliche Gegenstände wie Handtücher oder Trinkgläser nicht gemeinsam verwenden

 

Schematische Darstellung einer Person, die ein Pflaster auf dem Arm hat.

 

Wunden schützen

  • Verletzungen und Wunden mit einem Pflaster oder Verband abdecken

 

Die Corona-Warn-App in Bus und Bahn nutzen

Fragen und Antworten zum Coronavirus im NRW-Nahverkehr

Ja. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, muss verpflichtend eine medizinische Maske (OP-Maske) tragen. Weitere Informationen dazu finden Sie oben in den FAQ zur Maskenpflicht.

Die Erhebung erfolgt durch die Ordnungsämter, die Bundespolizei unterstützt im Bedarfsfall durch die Aufnahme der Ordnungswidrigkeit und übermittelt die nötigen Informationen an die Behörden. Fällt einem Zugbegleiter eines Eisenbahnunternehmens ein Verstoß auf, so spricht er die Person darauf an. Sofern die betroffene Person nicht freiwillig die notwendigen Angaben zur Identitätsfeststellung macht, oder die Situation im Zug eine Identitätsfeststellung nicht zulässt, wird die Bundespolizei und/oder das Ordnungsamt hinzugezogen. Die betroffene Person wird im Anschluss per Post kontaktiert.

Maßgeblich ist, wo der Verstoß festgestellt wird. Ordnungswidrigkeiten nach der CoronaSchVO werden in 15 von 16 Bundesländern mit Bußgeldern geahndet. In NRW beträgt das Bußgeld bis zu 150 Euro, im angrenzenden Niedersachsen zwischen 100 und 150 Euro, in den benachbarten Bundesländern Rheinland-​Pfalz und Hessen 50 Euro.

Die kostenlose Corona-​Warn-App misst mittels Bluetooth-​Übertragung den Abstand zu anderen Smartphones und speichert diese Daten anonymisiert auf dem Handy, wenn diese auch die App installiert haben. Wird nun ein*e Nutzer*in positiv auf Covid-​19 getestet, kann er*sie das Ergebnis über die App teilen. Dadurch werden alle Kontaktpersonen informiert und können sich auch ohne Symptome testen lassen. Die Corona-​Warn-App soll so dabei helfen, Kontakte von Infizierten schneller nachzuvollziehen, um frühzeitig Infektionsketten zu durchbrechen. Dies ist besonders dort hilfreich, wo verhältnismäßig viele Menschen in einem geschlossenen Raum aufeinandertreffen – also auch in Bus und Bahn. Die Verkehrsunternehmen haben deshalb eine klare Empfehlung an Fahrgäste ausgesprochen, die App zu nutzen. Es werden keine Geodaten gespeichert. Es werden nur Daten an einen zentralen Server gesendet, wenn eine Covid-​19-​Infektion gemeldet wird. Weitere Infos gibt es auf der Seite der Bundesregierung.

Obwohl der Ticketkauf an Automaten oder bei Busfahrer*innen möglich ist, empfehlen wir, Fahrscheine online oder via App zu erwerben. So reduzieren Sie die Möglichkeiten einer Ansteckung.

Es gelten die bestehenden Regelungen für Umtausch und Erstattung im NRW-​Tarif. Wenn Sie ein Jobticket nutzen, sprechen Sie bitte Ihren Arbeitgeber an oder nehmen Sie direkt Kontakt mit dem Verkehrsunternehmen auf, bei dem Sie Ihr Jobticket gekauft haben. Dort werden Sie darüber informiert, welche Vorgehensweise in Ihrem individuellen Fall richtig ist und welche Kulanzregelungen für Sie gelten.

Bei einem von Behörden festgestellten Corona-​Verdacht wird die betroffene Person dem Rettungsdienst übergeben, die Polizei informiert, der betroffene Zugteil gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert.

Ja. Informieren Sie bitte das für Sie zuständige Gesundheitsamt darüber, mit welchen Linien Sie wann gefahren sind.

Laut Anweisung der Bundespolizei sind Verdachtsfälle vom Zugpersonal an die Bundespolizei zu melden. Hier bestehen enge und eingespielte Kommunikationsprozesse von den Mitarbeitenden über die Leitstellen der Bahnen zu den zuständigen Stellen. Die Bundespolizei entscheidet über die nächsten Schritte wie Stopp des Zuges, Übergabe der betroffenen Person an den Rettungsdienst, Aufnahme der Personalien von Mitreisenden im Umfeld der betroffenen Person. Die Bundespolizei leitet diese Schritte ein und setzt sie um.

Die Pandemieplanungen der Verkehrsunternehmen bestehen bereits seit 2009 und werden derzeit laufend an die Vorgaben von Bund und Ländern sowie an die Vorsorgeempfehlungen des Robert Koch-​Instituts angepasst. Sie sehen umfassende Maßnahmen zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern vor. Hierzu zählen Vorsorgemaßnahmen, die im Wesentlichen den allgemeinen Empfehlungen des Robert Koch-​Instituts folgen, aber auch differenzierte Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, die für die Aufrechterhaltung des Betriebs wichtig sind. Maßnahmen zum Schutz der Fahrgäste bei behördlich festgestellten Infektions-​Verdachtsfällen sind unter "Was passiert bei einem Corona-​Verdachtsfall im Zug?" beschrieben.

Entscheidungen über die Einschränkung des Nahverkehrs liegen bei den zuständigen Krisenstäben auf kommunaler, Kreis-​, Länder-​ oder Bundesebene, in denen die für die öffentliche Sicherheit und Gesundheit verantwortlichen Institutionen (Politik, Polizei, Feuerwehr etc.) vertreten sind.

Ja, auch hier hat der Fahrgast die Möglichkeit, die Mobilitätsgarantie NRW in Anspruch zu nehmen. Sie gilt bei einer Abfahrtsverspätung ab 20 Minuten an der Abfahrtshaltestelle. Dabei wird die Abfahrt durch den aktuell gültigen Fahrplan definiert, d.h. bei Baustellen und anderen geplanten Maßnahmen gilt die Abfahrtszeit des Ersatz-​ bzw. Baustellenfahrplans. Nähere Infos dazu gibt es hier.

Seit dem 8. August 2021 gelten die Niederlande nicht mehr als Hochrisikogebiet. Damit entfallen bei der Einreise die Anmelde- und Quarantänepflicht. Dennoch sind Fahrgäste ab 12 Jahren weiterhin grundsätzlich dazu verpflichtet, ein negatives Testergebnis, einen Genesenen- oder einen Impfnachweis vorlegen zu können. Nähere Informationen zur aktuellen Einreiseverordnung (Stand 30.07.21) finden Sie beim Bundesgesundheitsministerium.

Aktuelle Meldungen der Verkehrsverbünde und -unternehmen

Informationen und Meldungen zur Nahverkehrssituation in Ihrer Region erhalten Sie bei den Verbünden und Verkehrsunternehmen:

Kontaktmöglichkeiten für Fahrgäste

  • NRW-Nahverkehr: Schlaue Nummer 01806 50 40 30 (max. 60 Cent pro Anruf via Mobilfunk / 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz)
  • Abellio: kostenlose Hotline 0800 223 5546
  • Deutsche Bahn: kostenlose Hotline 0800 5 14 15 14 / Online
  • Eurobahn: kostenfreie Hotline 00800 387 622 46