Eine Frau steht vor einen Aushangfahrplan.

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Fahrplanwechsel 2021/22

Fahrplanwechsel in NRW

Ab dem 12. Dezember 2021 gilt der neue Fahrplan für 2022. Für die Fahrgäste im NRW-Nahverkehr wird es dieses Mal nur wenige Neuerungen geben.

Das Angebot auf der Schiene wird weiterhin stark durch das Baustellengeschehen geprägt. Neben geplanten Modernisierungen und den Ausbaumaßnahmen für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) gilt es vorrangig, die Flut- und Unwetterschäden aus Juli 2021 zu beheben. Aufgrund der umfangreichen Infrastrukturarbeiten sind nur wenige Angebotsausweitungen möglich. Dennoch dürfen sich Fahrgäste auf Neuerungen freuen. Nicht zuletzt kommt die Digitalisierung des NRW-Nahverkehrs mit eezy.nrw, dem neuen eTarif, gut voran. Wir geben einen Überblick zu den wichtigsten Anpassungen im Fahrplanjahr 2022. 

 

Nahverkehr Rheinland

Im Nahverkehr Rheinland (NVR), d.h. in den Verkehrsverbünden Aachen (AVV) und Rhein-​Sieg (VRS), werden vielerorts zusätzliche Fahrtmöglichkeiten im Frühverkehr angeboten, so etwa auf den Linien RE 1 (RRX), RB 21 und S 11. Änderungen ergeben sich vor allem durch erfolgte oder noch anstehende Infrastrukturmaßnahmen.

Gute Nachrichten für Bahnpendler*innen zwischen Neuss und Dormagen: Die Regionalexpress-Linie RE 6 (RRX) wird wieder auf dem linksrheinischen Regelweg von Düsseldorf bis Köln fahren. Aufgrund der andauernden Brückenarbeiten in Köln-Deutz endet und beginnt die überwiegende Anzahl der Fahrten jedoch in Köln Hauptbahnhof.

Auf der Strecke zwischen Aachen und Köln konnte die Trassenkonflikt-Problematik mit dem Fernverkehr reduziert werden. Die Regionalexpress-Linie RE 9 wird nun nur noch bei einer Nachmittagsfahrt eine längere Standzeit in Horrem haben. Außerdem wird es eine zusätzliche Fahrt für Spätpendler*innen geben.

Nahverkehr Westfalen-Lippe

Im Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bringt der Start der neuen IC-Linie 34 Münster–Hagen–Siegen–Frankfurt/M (–Mannheim–Karlsruhe) grundlegende Neuerungen für die Nahverkehrsverbindungen und auch für die Nahverkehrskund*innen auf der Ruhr-Sieg-Strecke.

In den Fahrlagen der IC-Linie 34 muss die Regionalexpress-Linie RE 16 zwischen Letmathe und Siegen bzw. Dillenburg ausfallen. Auf diesem Streckenabschnitt – Dillenburg, Siegen Hbf, Kreuztal, Lennestadt-Altenhundem, Lennestadt-Grevenbrück, Finnentrop, Plettenberg, Werdohl, Altena und Iserlohn-Letmathe – dürfen Fahrgäste dann auch mit Nahverkehrstickets die IC-Linie 34 nutzen. 

Mit dem Start der IC-Linie 34 wird auch die Haltepolitik der Regionallinien RB 95 und RE 99 angepasst. In Stunden, in denen die RB 95 bedingt durch den IC 34 ausfällt, werden die Unterwegshalte Wilnsdorf-Rudersdorf, Dillbrecht, Rodendorf und Sechshelden durch den RE 99 bedient. Das gilt auch sonntags, wenn die RB 95 künftig gar nicht mehr verkehrt.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wird im kommenden Jahr noch ausstehende Projekte im Rahmen der Infrastruktur- und Verkehrsprojekte S-Bahn Rhein-Ruhr und RRX abschließen bzw. weiter voranbringen. Priorität hat zudem die Überleitung der bisher von Abellio betriebenen Linien.

Mit dem neuen Regionalbahnhalt in Düsseldorf-Bilk wird eine der derzeit größten Baumaßnahmen im VRR abgeschlossen. Voraussichtlich ab Mitte März 2022 sollen an den neuen Bahnsteigen in Düsseldorf-Bilk neben den S-Bahnen auch die Linien RE 4, RE 6 (RRX), RE 10, RE 13 sowie die RB 39 halten. Außerdem soll im kommenden Jahr auch der neue Halt Herten an der S 9-Strecke Bottrop – Recklinghausen in Betrieb genommen werden.

Die Regionalbahn-Linie RB 45 zwischen Coesfeld und Dorsten wird es nicht mehr geben. Sie wird durch die Regionalexpress-Linie RE 14 ersetzt, die dafür zukünftig in Dorsten flügeln wird. Mit Elektrifizierung der Strecke Wesel–Bocholt wird auch die Regionalexpress-Linie RE 19 geflügelt, sodass die RE 19a entfällt. Eine neue Linienführung gilt auch für den RE 11 (RRX): Dieser wird aufgrund von Baumaßnahmen zwischen Soest und Hamm sowie Hamm und Dortmund über das gesamte Fahrplanjahr 2022 umgeleitet und fährt ab Soest über Unna und Dortmund-Hörde nach Bochum.

Der VRR plant drei neue Bahnverbindungen – und zwar zwischen Remscheid–Solingen–Düsseldorf, Krefeld–Neuss und Bochum–Recklinghausen–Haltern. Der Betrieb wird allerdings nicht zum kommenden Fahrplanjahr aufgenommen, sondern frühestens zum Start des Fahrplanjahres 2023.

Alle Bahnverbindungen des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen sind im NRW-Fahrplanbuch 2022 enthalten.
Jetzt kostenlos als PDF herunterladen!

Eine interaktive Übersicht bietet zudem der digitale NRW-Regionalverkehrsplan.

Der Bahnbetrieb nach den Flutschäden

 

Im Nahverkehr Rheinland halten die Beeinträchtigungen auf vielen Streckenabschnitten auch Monate nach der Hochwasserkatastrophe an. Die SPNV-Verbindungen zwischen Geilenkirchen und Herzogenrath sowie die Euregiobahn rund um Aachen können zumindest wieder in den Teilbetrieb gehen. Die Züge der Linie RE 12 werden bis auf Weiteres nur zwischen Köln und Euskirchen sowie auf einzelnen Teilstücken in Rheinland-Pfalz verkehren, die gesamte Strecke zwischen Euskirchen und Gerolstein wird frühestens im Sommer 2023 wieder durchgehend befahrbar sein. Zu den Verbindungen zwischen Rheinbach und Euskirchen sowie zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel sind nach wie vor keine konkreten Aussagen möglich. Fortlaufend aktuelle Informationen dazu finden sich auf der NVR-Website.

 

 

Im Nahverkehr Westfalen-Lippe sollen viele Unwetterschäden schon zum Start des neuen Fahrplanjahres oder kurz danach weitgehend behoben sein. Wenn die Linien RE 16 und RB 91 zwischen Hagen Hbf und Werdohl sowie Letmathe und Iserlohn wieder in Betrieb genommen werden, wird der Bahnhof Hohenlimburg allerdings voraussichtlich noch nicht angefahren werden.  Die Regionalbahn-Linie RB 52 zwischen Hagen und Lüdenscheid wird voraussichtlich erst einmal nur bis Rummenohl fahren, die Weiterfahrt nach Lüdenscheid wird zunächst noch weiterhin über Schienenersatzverkehr erfolgen.

 

 

Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr soll die Behebung der Flutschäden im Raum Velbert-Langenberg im neuen Fahrplanjahr abgeschlossen werden, so dass die Linien RE 49 und S 9 zwischen Essen und Wuppertal schon bald wieder im gewohnten Turnus verkehren. Durch die Unwetter bedingte Kapazitätseinschränkungen bestehen noch auf der Regiobahn S 28  auf dem Streckenabschnitt zwischen Düsseldorf-Gerresheim und Mettmann Stadtwald. Die Instandsetzung hier wird voraussichtlich erst Ende Februar 2022 abgeschlossen werden können. Parallel dazu beeinträchtigen Baumaßnahmen für den neuen Regionalbahnsteig in Düsseldorf-Bilk den Zugverkehr der Regiobahn zwischen Neuss und Düsseldorf.

 

Aktuelle Baustelleninformationen

Baumaßnahmen im Schienennetz und an den Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen sorgen langfristig für mehr Pünktlichkeit, Barrierefreiheit und Komfort. Kurz- und mittelfristig jedoch sind alle Fahrgäste betroffen: Denn die Arbeiten am Schienennetz sind meistens mit Streckensperrungen, Fahrtausfällen oder Umleitungen verbunden. Informieren Sie sich deshalb über geplante und aktuelle Baumaßnahmen:

Info

eezy.nrw

Zum 1. Dezember 2021 ist eezy.nrw gestartet, der elektronische Tarif für den NRW-Nahverkehr. Fahrgäste können nun Busse und Bahnen ganz einfach, ohne Tarif- und Ticketkenntnisse nutzen. Sie checken bequem mit ihrer Mobilitätsapp per Smartphone ein und wieder aus. Der Fahrpreis wird digital berechnet. Weitere Informationen zu eezy.nrw stehen hier.