Ansicht einer dunkelroten Wand im Museum, an der viele Bilder in historischen Rahmen hängen.

Von-der-Heydt-Museum, Wuppertal

Mit dem renommierten Von-der-Heydt-Museum besitzt die Stadt Wuppertal eine Kunstsammlung von höchstem Rang.

Von-der-Heydt-Museum, Wuppertal
© VDHM

Das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal besitzt eine der größten Sammlungen Deutschlands und eine tief im 19. Jahrhundert verwurzelte Tradition, die die Museumsgründung und das Wachstum der Sammlung möglich machte. Das Museum befindet sich mitten in der Wuppertaler Innenstadt auf geschichtsträchtigem Boden, in der sogenannten Ruhmeshalle. Diese wurde im Jahr 1900 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht und wurde bereits damals vom Barmer Kunstverein, in dem sich kunstinteressierte Industrielle organisierten, für Ausstellungen genutzt.

Zurückzuführen ist der reiche Bestand des Museums in erster Linie auf Wuppertaler Bürger und ihren Kunst- und Gemeinsinn. Die Elberfelder Bankiersfamilie Von der Heydt sowie die im Barmer Kunstverein organisierten Kunstinteressierten stifteten „ihrem Museum“ eine Vielzahl an bedeutsamen Werken. Schwerpunkte der Sammlung bilden Gemälde der niederländischen Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts, Malerei und Graphik des 19. Jahrhunderts mit exzellenten Bildern des Impressionismus sowie die Malerei des 20. Jahrhunderts.

Vom 3. November 2019 bis zum 23. Februar 2020 widmet das Von-der-Heydt-Museum dem Künstler Oskar Schlemmer eine umfassende Ausstellung, die Werke aus allen Phasen seines Schaffens umfasst. Schlemmer ist vor allem durch seine Lehrtätigkeit am Bauhaus bekannt. Doch liegt der Fokus der Ausstellung weniger auf die Jahre am Bauhaus als vielmehr auf die Spätphase seines Werks. 1933 wurde der Künstler durch den Nationalsozialismus von allen Ämtern ausgeschlossen, seine Kunst galt als entartet. Als Professor für maltechnische Forschungsvorhaben kam er 1940 in die Wuppertaler Lackfabrik von Dr. Kurt Herberts, wo er seine letzten Jahre verbrachte und eine Vielzahl an Werken produzierte. Hier entwarf er nicht nur sein berühmtes "Lackkabinett", sondern auch sein "Lackballett" und seine letzten Werke, die sogenannten "Fensterbilder". Die Ausstellung zeigt rund 300 Gemälde und Zeichnungen, der sich in der Sammlung des Von-der-Heydt-Museums befinden und in diesem Umfang noch nie gezeigt wurden.

Weitere Informationen:
www.von-der-heydt-museum.de

Anfahrt:
Schwebebahn: bis Haltestelle Hauptbahnhof/Döppersberg.
Buslinien: CE 65, 623, 643, 628, SB 69, 622, 603, 635, 620 bis Wall/Museum.

Information

Region:
VRR
Von-der-Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal