Zwei Regionalzüge fahren nebeneinander an einem Bahnsteig ein.

Coronavirus

Infos zum
Nahverkehr

Aktuelle Informationen zu Corona

Wie verschiedene internationale Studien belegen, ist der öffentliche Nahverkehr kein Infektionstreiber. Um die Infektionsgefahr weiterhin so gering wie möglich zu halten, ist es verpflichtend, in Bussen und Bahnen sowie an Bahnsteigen, Haltestellen und in Bahnhöfen eine medizinische Maske zu tragen. Bei einem Verstoß wird seit dem 12.8. ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro erhoben. Außerdem werden alle Fahrgäste darum gebeten, die Hygieneregeln zu beachten und so gut es geht den Mindestabstand einzuhalten. Es wird zudem empfohlen, die Corona-Warn-App der Bundesregierung zu nutzen. Weitere Informationen zum Verhalten im Nahverkehr haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Maßnahmen im Nahverkehr

Was die Verkehrsunternehmen tun:

  • Ticketkauf in Bussen: Fahrgäste und Busfahrer*innen werden durch eine Plexiglasscheibe getrennt, um die Ansteckungsgefahr beim Vordereinstieg und Ticketkauf im Bus zu reduzieren.
  • Automatisches Öffnen der Türen: Sofern technisch möglich, öffnen die Fahrer*innen an jeder Haltestelle die Türen des Fahrzeugs. Dadurch ist eine Berührung des Türöffners nicht mehr notwendig und der Innenraum der Fahrzeuge wird an den Endhaltestellen gelüftet.
  • Erhöhte Reinigungsintervalle: Die tägliche Reinigung der Fahrzeuge wird ausgeweitet, teilweise kommen zusätzlich antivirale und antibakterielle Desinfektionen zum Einsatz.
  • Service im Kundencenter: Die meisten Unternehmen haben ihre Kundencenter und Verkaufsstellen unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln geöffnet. Teilweise gibt es geänderte Öffnungszeiten, mehr dazu erfahren Sie auf den Webseiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen.

Was die Fahrgäste tun können:

  • Medizinische Maske tragen, auch schon in den Bahnhöfen sowie an Bahnsteigen und Haltestellen
  • Abstand halten
  • Hygieneregeln beachten
  • Bei Fieber, Husten und Atembeschwerden zu Hause bleiben und telefonisch medizinische Hilfe suchen

Fragen und Antworten zur erweiterten Maskenpflicht im NRW-Nahverkehr

Bund und Länder haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf eine schärfere Maskenpflicht verständigt, die laut der neuen Corona-Schutzverordnung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen ab Montag, 25. Januar 2021, gilt. Danach müssen Fahrgäste im NRW-Nahverkehr künftig medizinische Masken tragen, dazu zählen so genannte OP-Masken, FFP2-, KN95- oder N95-Masken. Andere Mund-Nase-Bedeckungen wie Alltagsmasken, Schals oder Tücher sind nicht mehr zulässig.

Die Zahl der Corona-Neuinfizierungen geht in Deutschland zurück. Durch die neu hinzugetretenen, besonders ansteckenden Mutationen des Virus ist es aber notwendig, den Rückgang des Infektionsgeschehens in Deutschland noch einmal deutlich zu beschleunigen. Deshalb haben sich Bund und Länder auf die Verlängerung und Verschärfung einzelner Maßnahmen verständigt. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen hat sich in der Pandemie als besonders wirkungsvoll erwiesen. Medizinische Masken haben dabei einen größeren Schutz als Alltagsmasken. Deshalb wird die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in öffentlichen Verkehrsmitteln konkretisiert und in die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken umgewandelt.

Wer keine Maske trägt oder lediglich ein Visier, eine textile (Alltags-)Maske, ein Tuch oder einen Schal, handelt ordnungswidrig und riskiert ein Bußgeld von 150 Euro.

Die Einhaltung der Maskenpflicht im NRW-Nahverkehr wurde bisher bereits durchgehend und konsequent vom Begleitpersonal in den Zügen kontrolliert. Ergänzt wurden diese Kontrollen durch zusätzliches Sicherheitspersonal sowie durch Kontrollen der Ordnungsämter und Bundespolizei auch an den Stationen. Diese Kontrollen werden jetzt auf die erweiterte Maskenpflicht ausgedehnt, der Prozess ändert sich nicht.

Der öffentliche Nahverkehr ist kein Infektionstreiber. Das belegen mehrere internationale Studien. Dazu tragen neben der guten Durchlüftung von Bussen, Bahnen und Nahverkehrszügen auch die von den Verkehrsunternehmen stark intensivierten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen bei. Zudem trug die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung bereits in den vergangenen Monaten zur Sicherheit der Fahrgäste bei. Diese Sicherheit wird durch die neuen Beschlüsse und die damit verbundene Reduzierung der Fahrgäste noch einmal verstärkt.

Die durchschnittliche Auslastung im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen ist gegenwärtig bereits sehr gering. Sie liegt aktuell bei rund 30 bis 40 Prozent im Vergleich zu der Zeit vor Corona. Die Aufgabenträger bestellen ungeachtet der derzeit geringen Auslastung mit Ausnahme des Schulverkehrs weiterhin den Regelfahrplan. Die Beteiligten tragen so dazu bei, dass in den Fahrzeugen ein größtmöglicher Abstand zwischen den Fahrgästen eingehalten werden kann. Die vom Bund beschlossene Vorgabe, wo immer möglich Homeoffice anzubieten, ist eine weitere sehr gute Maßnahme, um das Pendleraufkommen in den Stoßzeiten zu entzerren. Sobald die Schulen wieder geöffnet werden, ist eine Entzerrung der Anfangszeiten der Bildungseinrichtungen ebenfalls sehr hilfreich. Durch diese Maßnahmen kann angesichts der zu erwartenden Fahrgastnachfrage davon ausgegangen werden, dass eine Besetzung von mehr als 30 Prozent in der Regel nicht überschritten wird. Dies ist umso wichtiger, weil eine aktive Sitzplatzeinschränkung kaum verwirklicht werden kann und die Ansammlung wartender Fahrgäste an den Stationen zu gegenteiligen Effekten führen würde. 

Zusätzliche Fahrzeugkapazitäten, die über die vertraglich festgelegte Reserve der Bahnunternehmen hinausgehen, sind nicht vorhanden. Auch ein Angebot von weiteren Fahrten während der Stoßzeiten wird im Nahverkehr auf der Schiene vielerorts nicht möglich sein, weil insbesondere die dafür notwendigen Trassen nicht verfügbar sind. Die kommunalen Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen setzen ebenfalls bereits alle verfügbaren Fahrzeuge ein, damit die Fahrgäste in den Fahrzeugen möglichst viel Abstand halten können.

Neben dem vorgeschriebenen Tragen einer medizinischen Maske ist es hilfreich, wenn Fahrgäste nach Möglichkeit Fahrten zu den üblichen Stoßzeiten im Berufs- und Feierabendverkehr vermeiden und auf andere Zeiten ausweichen. Morgens zwischen 7 und 9 Uhr sowie nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr ist es erfahrungsgemäß voller. Wer die Möglichkeit hat, im Homeoffice zu arbeiten, sollte dies wahrnehmen und so Fahrtanlässe vermeiden. Empfehlenswert ist es zudem, Abstand zu halten, die richtige Hust- und Niesetikette einzuhalten und Gespräche auf das Nötigste zu beschränken.

Die 7 wichtigsten Hygieneregeln

Im Alltag begegnen wir einer Vielzahl von Erregern wie Viren und Bakterien. Einfache Hygienemaßnahmen tragen dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen – nicht nur im Zeitalter von Corona.

 

Medizinische Maske tragen

  • verpflichtend seit 25.01.21: OP-Maske oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 tragen
  • sowohl in Bus und Bahn als auch in Bahnhöfen, an Haltestellen und Bahnsteigen
  • Alltagsmasken, Schals und Tücher sind nicht mehr zulässig
  • bei Verstoß: Bußgeld in Höhe von 150 Euro
  • Mindestabstand auch mit Maske einhalten

 

Schematische Darstellung einer Person, die sich die Hände wäscht.

 

Regelmäßig Hände waschen

  • wenn Sie nach Hause kommen
  • vor und während der Zubereitung von Speisen
  • vor den Mahlzeiten
  • nach dem Besuch der Toilette
  • nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten
  • nach dem Kontakt mit Tieren

 

Schematische Darstellung einer Person, die einem Kind Desinfektionsmittel auf die Hände sprüht.

 

Hände gründlich waschen

  • Hände unter fließendes Wasser halten
  • Hände von allen Seiten mit Seife einreiben
  • dabei 20 bis 30 Sekunden Zeit lassen
  • Hände unter fließendem Wasser abwaschen
  • mit einem sauberen Tuch trocknen

 

Schematische Darstellung einer Person, die sich ins Gesicht fasst.

 

Hände aus dem Gesicht fernhalten

  • möglichst nicht mit ungewaschenen Händen Mund, Augen oder Nase berühren

 

Schematische Darstellung einer Person, die in ihre Armbeuge hustet.

 

Richtig husten und niesen

  • am besten in ein Taschentuch husten und niesen oder die Armbeuge vor Mund und Nase halten
  • dabei Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen

 

Schematische Darstellung einer Person, die neben einer Person steht und niest.

 

Im Krankheitsfall Abstand halten

  • Erkrankungen zu Hause auskurieren
  •  auf enge Körperkontakte verzichten
  • bei hohem Ansteckungsrisiko für andere wenn möglich in einem separaten Raum aufhalten oder eine getrennte Toilette benutzen
  • persönliche Gegenstände wie Handtücher oder Trinkgläser nicht gemeinsam verwenden

 

Schematische Darstellung einer Person, die ein Pflaster auf dem Arm hat.

 

Wunden schützen

  • Verletzungen und Wunden mit einem Pflaster oder Verband abdecken

 

Die Corona-Warn-App in Bus und Bahn nutzen

Fragen und Antworten zum Coronavirus im NRW-Nahverkehr

Der Nahverkehr in NRW verkehrt nach Regelfahrplan, sodass alle Fahrgäste Bus und Bahn nutzen können. Dabei ist das Tragen einer medizinischen Maske verpflichtend, außerdem gelten auch im Nahverkehr die Abstands- und Hygieneregeln.

Ja. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, muss verpflichtend eine medizinische Maske tragen. Weitere Informationen dazu finden Sie oben in den FAQ zur erweiterten Maskenpflicht.

Die Erhebung erfolgt durch die Ordnungsämter, die Bundespolizei unterstützt im Bedarfsfall durch die Aufnahme der Ordnungswidrigkeit und übermittelt die nötigen Informationen an die Behörden. Fällt einem Zugbegleiter eines Eisenbahnunternehmens ein Verstoß auf, so spricht er die Person darauf an. Sofern die betroffene Person nicht freiwillig die notwendigen Angaben zur Identitätsfeststellung macht, oder die Situation im Zug eine Identitätsfeststellung nicht zulässt, wird die Bundespolizei und/oder das Ordnungsamt hinzugezogen. Die betroffene Person wird im Anschluss per Post kontaktiert.

 

Maßgeblich ist, wo der Verstoß festgestellt wird. Ordnungswidrigkeiten nach der CoronaSchVO werden in 15 von 16 Bundesländern mit Bußgeldern geahndet. In NRW beträgt das Bußgeld 150 Euro, im angrenzenden Niedersachsen zwischen 100 und 150 Euro, in den benachbarten Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen 50 Euro.

Die kostenlose Corona-Warn-App misst mittels Bluetooth-Übertragung den Abstand zu anderen Smartphones und speichert diese Daten anonymisiert auf dem Handy, wenn diese auch die App installiert haben. Wird nun ein*e Nutzer*in positiv auf Covid-19 getestet, kann er*sie das Ergebnis über die App teilen. Dadurch werden alle Kontaktpersonen informiert und können sich auch ohne Symptome testen lassen. Die Corona-Warn-App soll so dabei helfen, Kontakte von Infizierten schneller nachzuvollziehen, um frühzeitig Infektionsketten zu durchbrechen. Dies ist besonders dort hilfreich, wo verhältnismäßig viele Menschen in einem geschlossenen Raum aufeinandertreffen – also auch in Bus und Bahn. Die Verkehrsunternehmen haben deshalb eine klare Empfehlung an Fahrgäste ausgesprochen, die App zu nutzen. Es werden keine Geodaten gespeichert. Es werden nur Daten an einen zentralen Server gesendet, wenn eine Covid-19-Infektion gemeldet wird. Weitere Infos gibt es auf der Seite der Bundesregierung.

Obwohl der Ticketkauf an Automaten oder bei Busfahrer*innen möglich ist, empfehlen wir, Fahrscheine online oder via App zu erwerben. So reduzieren Sie die Möglichkeiten einer Ansteckung.

Es gelten die bestehenden Regelungen für Umtausch und Erstattung im NRW-Tarif. Wenn Sie ein Jobticket nutzen, sprechen Sie bitte Ihren Arbeitgeber an oder nehmen Sie direkt Kontakt mit dem Verkehrsunternehmen auf, bei dem Sie Ihr Jobticket gekauft haben. Dort werden Sie darüber informiert, welche Vorgehensweise in Ihrem individuellen Fall richtig ist und welche Kulanzregelungen für Sie gelten.

Bei einem von Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird die betroffene Person dem Rettungsdienst übergeben, die Polizei informiert, der betroffene Zugteil gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert.

Ja. Informieren Sie bitte das für Sie zuständige Gesundheitsamt darüber, mit welchen Linien Sie wann gefahren sind.

Laut Anweisung der Bundespolizei sind Verdachtsfälle vom Zugpersonal an die Bundespolizei zu melden. Hier bestehen enge und eingespielte Kommunikationsprozesse von den Mitarbeitern über die Leitstellen der Bahnen zu den zuständigen Stellen. Die Bundespolizei entscheidet über die nächsten Schritte wie Stopp des Zuges, Übergabe der betroffenen Person an den Rettungsdienst, Aufnahme der Personalien von Mitreisenden im Umfeld der betroffenen Person. Die Bundespolizei leitet diese Schritte ein und setzt sie um.

Die Pandemieplanungen der Verkehrsunternehmen bestehen bereits seit 2009 und werden derzeit laufend an die Vorgaben von Bund und Ländern sowie an die Vorsorgeempfehlungen des Robert Koch-Instituts angepasst. Sie sehen umfassende Maßnahmen zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern vor. Hierzu zählen Vorsorgemaßnahmen, die im Wesentlichen den allgemeinen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts folgen, aber auch differenzierte Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, die für die Aufrechterhaltung des Betriebs wichtig sind. Maßnahmen zum Schutz der Fahrgäste bei behördlich festgestellten Infektions-Verdachtsfällen sind unter "Was passiert bei einem Corona-Verdachtsfall im Zug?" beschrieben.

Entscheidungen über die Einschränkung des Nahverkehrs liegen bei den zuständigen Krisenstäben auf kommunaler, Kreis-, Länder- oder Bundesebene, in denen die für die öffentliche Sicherheit und Gesundheit verantwortlichen Institutionen (Politik, Polizei, Feuerwehr etc.) vertreten sind.

Ja, auch hier hat der Fahrgast die Möglichkeit, die Mobilitätsgarantie NRW in Anspruch zu nehmen. Sie gilt bei einer Abfahrtsverspätung ab 20 Minuten an der Abfahrtshaltestelle. Dabei wird die Abfahrt durch den aktuell gültigen Fahrplan definiert, d.h. bei Baustellen und anderen geplanten Maßnahmen gilt die Abfahrtszeit des Ersatz- bzw. Baustellenfahrplans. Nähere Infos dazu gibt es hier.

Die Niederlande und Belgien sind Corona-Risikogebiete. Reisende, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland fahren, müssen vor der Einreise eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Das Formular dafür finden Sie unter www.einreiseanmeldung.deNicht betroffen sind insbesondere Grenzpendler*innen – also Personen, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder nur für 24 Stunden nach Deutschland einreisen. Nähere Informationen zu den Einreisebestimmungen finden Sie beim Land NRW.

Aktuelle Meldungen der Verkehrsverbünde und -unternehmen

Informationen und Meldungen zur Nahverkehrssituation in Ihrer Region erhalten Sie bei den Verbünden und Verkehrsunternehmen:

Kontaktmöglichkeiten für Fahrgäste

  • NRW-Nahverkehr: Schlaue Nummer 01806 50 40 30 (max. 60 Cent pro Anruf via Mobilfunk / 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz)
  • Abellio: kostenlose Hotline 0800 223 5546
  • Deutsche Bahn: kostenlose Hotline 0800 5 14 15 14 / Online
  • Eurobahn: kostenfreie Hotline 00800 387 622 46