3D-Grafik von einem jungen Mann, der mit einer aufgepusteten Luftmatratze in ein kleines Carsharing-Auto steigt.
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Carsharing ist #mobilove!

Auch ohne eigenes Auto flexibel mobil sein: Für Situationen, in denen ihr gerne einen Pkw nutzen möchtet, stehen zahlreiche Carsharingdienste in NRW bereit.

Flexibel mobil dank Carsharing

Manchmal ist es einfach praktisch, mit dem Auto ans Ziel zu fahren – zum Beispiel, wenn man den Großeinkauf für eine Party nach Hause bringen möchte, eine neue Kommode abholt oder auch, wenn ein längerer Trip mit Freunden ansteht. Statt für solche Situationen einen eigenen Pkw zu nutzen, bietet es sich an, auf einen Leihwagen zurückzugreifen. In immer mehr Städten schießen Carsharing-Stationen aus dem Boden: Anfang 2022 gab es 243 Anbieter in Deutschland, die 30.200 Fahrzeuge an 935 Orten zur Verfügung stellten. Auch in NRW findet ihr zwischen Bielefeld und Aachen zahlreiche Möglichkeiten, um spontan ein Auto zu leihen.

Stationsbasiertes Carsharing

Die häufigste Form des Carsharings: Ihr mietet das gewünschte Fahrzeug an einer Station in der Nähe und stellt es nach der Nutzung dort sicher wieder ab.

Free-floating Carsharing

Wird eher selten umgesetzt: Die Carsharing-Fahrzeuge stehen in einem definierten Gebiet frei zur Verfügung und können überall innerhalb dieser Zone an einem beliebigen Ort abgestellt werden.

Carsharing in der Stadt und auf dem Land

Die meisten Carsharing-Dienste in Deutschland befinden sich nach wie vor in den Großstädten. Doch auch in ländlichen Räumen wächst das Angebot: Das Zukunftsnetz Mobilität NRW beispielsweise begleitet im Projekt „Teil.Land.NRW“ acht Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse dabei, Carsharing-Angebote aufzubauen. Und in Borgholzhausen schließt das innovative Mobilitätskonzept Linien-E-Carsharing Lücken im ÖPNV-Netz.

Im Vergleich: Privates Auto vs. Carsharing

Wer auf einen eigenen Pkw verzichtet und stattdessen nur im Bedarfsfall einen Carsharingdienst nutzt, tut der Umwelt etwas Gutes, spart Geld und ist zudem stressfreier unterwegs. Die wichtigsten Punkte auf einen Blick.

Der Umweltaspekt

Ganz weit oben auf der Liste landet natürlich der Umweltaspekt: Pro gefahrenem Kilometer stoßen Carsharing-Fahrzeuge 16 Prozent weniger Kohlendioxid aus als durchschnittliche private Neufahrzeuge in Deutschland, da die Fuhrparks meist aus kleineren und mittleren Fahrzeugen bestehen. Hinzu kommt, dass immer mehr Carsharing-Anbieter elektrisch betriebene Fahrzeuge in ihre Flotten aufnehmen – ein weiterer Pluspunkt fürs Klima. Auch aus einem anderen Blickwinkel sorgt Carsharing für klimafreundliche Mobilität: Denn Personen, die Autos leihen, steigen ebenfalls häufiger auf ÖPNV, Rad und Fußverkehr um.

Der Kostenaspekt

Bei einem privaten Pkw stehen nicht nur die Tankkosten auf der Rechnung. Werkstattbesuche, Steuern, Versicherungen und mehr kommen obendrauf – Punkte, die oft bei der Kostenberechnung vergessen werden. Beim Carsharing fallen all diese Nebenkosten weg. Hier zahlt ihr nur den festgelegten Tarif, sodass es besonders für Gelegenheitsfahrer*innen günstiger ist, auf Carsharing umzusteigen. Der Bundesverband CarSharing (BCS) hat berechnet: Bis zu einer Fahrleistung von etwa 10.000 Kilometern pro Jahr spart ihr beim Carsharing gutes Geld.

Der Feel-good-Aspekt

Mobil mit einem modernen Fahrzeug: Carsharing-Flotten werden meistens alle zwei bis drei Jahre ersetzt, sodass die Autos stets auf dem neuesten Stand der Technik sind. Außerdem könnt ihr dank Carsharing auch mal Premium-Marken ausprobieren, die ihr euch privat vielleicht nicht leisten würdet. Weiterer Vorteil: Das vielseitige Angebot macht es möglich, immer genau das Fahrzeug zu leihen, das ihr gerade benötigt – einen kleinen Flitzer für Strecken durch die Stadt oder einen praktischen Transporter für den Umzug. Wer mit einem Leihauto unterwegs ist, hat zudem aus verschiedenen Gründen weniger Stress. Zum einen fällt die Instandhaltung des Wagens weg. Waschfahrten, Werkstattbesuche, Hauptuntersuchung: Um alles kümmert sich der Anbieter. Zum anderen müsst ihr nicht mehr lange nach einem Parkplatz suchen – schließlich stellt ihr das geliehene Auto einfach wieder an der Sharingstation ab. Wie viel Zeit ihr dadurch spart? Laut einer INRIX-Studie verbringen Autofahrer*innen durchschnittlich 41 Stunden pro Jahr mit der Parkplatzsuche, in Großstädten wie Essen oder Düsseldorf sind es sogar über 60 Stunden. Stichwort Parkplatz: Private Autos stehen durchschnittlich 23 Stunden pro Tag ungenutzt herum und belegen dadurch Platz, der besser genutzt werden könnte. Stationsbasiertes Carsharing verschafft hier Abhilfe: Ein Carsharing-Fahrzeug ersetzt bis zu 20 private Pkw und schafft so Raum für lebenswertere Städte – beispielsweise für mehr Stadtgrün, Spielplätze oder den Rad- und Fußverkehr.

Info

Besonders stark ist Carsharing in Kombination mit Bus und Bahn, Radverkehr und Co. Welche flexiblen Mobilitätsangebote es in NRW gibt, zeigt unsere interaktive Übersicht.