Ein junger Mann und eine junge Frau steigen nachts in ein kleines schwarzes Auto ein, auf dem der Aufkleber Revierflitzer steht.
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Foto: STOAG

Revierflitzer® in Oberhausen kommen gut an

Mitten in der Corona-Pandemie gingen die Revierflitzer® der STOAG an den Start. Sieben Monate später wurde das On-Demand-Angebot in Oberhausen ausgebaut.

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Ridepooling und On-Demand-Verkehre gelten vor allem in Gebieten mit schwacher Verkehrsnachfrage, z. B. in ländlichen Regionen, als innovatives Mobilitätskonzept. Aber auch in den Großstädten des Ruhrgebiets können die flexiblen Shuttle-Dienste insbesondere abends und nachts eine gern genutzte Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot sein. Das zeigen die Revierflitzer® in Oberhausen, einer Stadt mit rund 210.000 Einwohner*innen. Seit Juni 2020 stellt die STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH ihren Kund*innen fünf On-Demand-Shuttles speziell für Fahrten ab 21 Uhr zur Verfügung. Trotz schwankender Nachfrage in Pandemiezeiten zieht das Verkehrsunternehmen eine positive Bilanz: Bis zu 380 Fahrgäste nutzen die praktischen Shuttles allein an den Wochenenden. Die Nachfrage steigt mit jeweils sinkenden Inzidenzzahlen. Grund genug, das zunächst auf den Oberhausener Norden begrenzte Bediengebiet auszuweiten. Seit Februar 2021 sind die Revierflitzer® täglich ab 21 Uhr im gesamten Stadtgebiet von Oberhausen unterwegs und fahren dort rund 4.000 virtuelle Haltestellen an.

Info

Revierflitzer® fahren nur abends und nachts

Die Revierflitzer®-Flotte umfasst aktuell fünf elektrisch betriebene, barrierefreie London Taxis. Sie fahren nur in den Abend- und Nachtstunden: sonntags bis donnerstags von 21 bis 2 Uhr, freitags auf samstags von 21 bis 6 Uhr sowie samstags auf sonntags von 21 Uhr bis 9 Uhr. Die Revierflitzer® bieten somit eine gezielte Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot der STOAG.

Digital basiertes Ridepooling-System

Die STOAG realisiert dieRevierflitzer®als innerstädtischen On-Demand-Verkehr in Kooperation mit ViaVan, einem Joint Venture der Daimler AG und des weltweit tätigen Ridepooling-Systemanbieters Via.

  • Die Shuttles fahren ohne festen Fahrplan und ohne festgelegten Linienweg. Die Fahrten werden komplett digital abgewickelt.
  • Gebucht werden die Fahrten ausschließlich über die Revierflitzer®-App. Dort müssen sich Kund*innen zuvor einmalig registrieren.
  • Persönliche Bedarfsprofile – beispielsweise Einstiegshilfen für Rollstuhlfahrer*innen – können in der App hinterlegt werden.
  • Fahrtwünsche verschiedener Kund*innen, die in die gleiche Richtung fahren, werden über das Buchungssystem automatisch kombiniert. So lassen sich die Fahrzeuge optimal auslasten.
  • Der Fahrpreis wird immer günstig nach Luftlinie zwischen Start und Ziel berechnet. Der Grundpreis startet bei 2,95 Euro für Fahrten bis zu zwei Kilometer.
  • Bucht ein Fahrgast den Revierflitzer® für mehrere Personen, reduziert sich der Fahrpreis automatisch.
  • VRR-Abokund*innen, Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sowie Schwerbehinderte erhalten 25 Prozent Rabatt auf den Grundpreis jeder Fahrt.
  • Bezahlt wird über die Revierflitzer®-App, per PayPal oder Kreditkarte. Alternativ stehen Guthaben-Karten der STOAG zur Verfügung.

Erlebnisbericht aus der Pilotphase

Revierflitzer® bieten Alternativen

Nach ersten Auswertungen der STOAG fahren nicht nur Nachtschwärmer, sondern auch Berufspendler*innen gerne und wiederholt mit den On-Demand-Shuttles. Sie nutzen die Revierflitzer® insbesondere für Vorlauf- und Anschlussfahrten zu bzw. ab einer größeren Bus- oder Bahnhaltestelle und damit als Alternative zum eigenen Pkw in den Abend- und Nachtstunden. Hier haben die Revierflitzer® durchaus eine Pilotfunktion für weitere Ridepooling-Projekte im Ruhrgebiet.

Schematische Darstellung einer Glühbirne.

 

„Mit dem Revierflitzer® möchte die STOAG eine echte Alternative zum eigenen Auto anbieten. Wir ergänzen unseren ÖPNV mit dem Ziel, das Angebot attraktiver zu gestalten, bleiben aber unserer Kernkompetenz verbunden, mehrere Fahrgäste gemeinsam von einem Ziel zum anderen zu befördern. Die Oberhausener*innen nutzen diesen Service und haben uns positive Rückmeldungen gegeben.“

Werner Overkamp, Geschäftsführer STOAG

 

Schematische Darstellung einer Glühbirne.

 

„Die Mobilitätsbedürfnisse werden immer individueller. Mit dem Revierflitzer® gehen wir wirklich neue Wege und haben für Oberhausen ein innovatives, flexibles Mobilitätsangebot.“

Denis Osmann, Aufsichtsratsvorsitzender der STOAG

 

Schematische Darstellung einer Glühbirne.

 

„Technologie-basierte Lösungen wie der Revierflitzer® erweitern den Zugang zum ÖPNV auf sichere, effiziente und nachhaltige Art und Weise.”

Chris Snyder, Geschäftsführer ViaVan

 

Schematische Darstellung einer Glühbirne.

 

„Wir haben interessante Erkenntnisse über die Nutzung der Revierflitzer® erzielen können. Es fällt auf, dass viele Kund*innen wiederholt mit dem Revierflitzer® fahren, wenn sie ihn einmal ausprobiert haben. Das spricht dafür, dass sie gute Erfahrungen gemacht haben und das System funktioniert.“

Jochen Sander, STOAG-Abteilungsleiter für den Bereich Verkehrsmanagement

 

Schematische Darstellung einer Glühbirne.

 

Wow! Das nenne ich doch mal eine sehr kluge Innovation!! Bitte mehr davon.

Micha auf YouTube