An der Wupper entlang

Highlight der Tour: Die Müngstener Brücke. Mit 107 Meter die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Es ranken sich einige Legenden um diese Brücke. So sollen exakt eine Million Nieten verbaut worden sein. Und die einmillionste Niete war eine goldene und wurde bis heute nicht gefunden. Viel Spaß bei der Suche! Außerdem, so heißt es, habe sich der Brückeningenieur beim Bau der Brücke verrechnet. Als er den Fehler bemerkte, soll er sich von der Brücke gestürzt haben. Alles Unsinn natürlich, der gute Mann lebte noch 30 Jahre nach Fertigstellung der Brücke friedlich weiter. Übrigens: Den Ort Müngsten, der der Brücke ihren Namen gab, sucht man vergeblich. Er existiert nicht mehr.

An der Wupper entlang
Foto: Bergische Entwicklungsagentur GmbH

Einkehrmöglichkeiten

Beschreibung der Wandertour

Diese Tour lohnt die Anstrengung! Wer die Strecke von Solingen-Schaberg nach Rüden zurücklegt, stößt unterwegs auf die höchste deutsche Eisenbahnbrücke und einen sagenumwobenen Hund. Zudem sind tolle Ausblicke inklusive.

Ab der Haltestelle geht es in Richtung Wuppertal, also dem Tal der Wupper, nicht der Stadt Wuppertal. Ab Schaberg geht es talwärts auf dem mit "X" und "S" markierten Weg. Der Weg schlängelt sich zunächst weit oberhalb der Wupper durch das Tal mit atemberaubenden Blicken auf die Müngstener Brücke. Dann geht es nach drei Kilometern ins Tal zur Gaststätte Waldschänke Wiesenkotten, dort dann über die Brücke auf die linke Seite der Wupper, wo man weiter dem "X" und der Raute folgen kann. Es geht durch das Dorf Burg an der Wupper. Man überquert geradeaus eine Landstraße im Ortskern und bleibt weiter auf der linken Wupperseite. Der Weg ist mit der Raute (5) markiert. Folgen Sie bis Rüden der Raute. Hinter Schloss Burg geht es auf und ab mit grandiosen Blicken auf die Wupper. So steil hätte man sich dieses Tal gar nicht vorgestellt! In Wupperhof muss man noch einmal eine Landstraße überqueren und dann links über einen Feldweg weitergehen. Die nächste Brücke unterhalb des Rüdenstein-Denkmals (Abstecher zum Hundedenkmal ist Pflicht bei dieser Wanderung) überquert man und schon befindet man sich am Obenrüdener Kotten. Dann geht es auf der rechten Wupperseite durch Obenrüden und Untenrüden zur Bushaltestelle.

Die Tour ist ziemlich anspruchsvoll mit einigen kernigen Steigungen. Als familienfreundliche Kurztour ist die Wanderung von Schaberg nach Schloss Burg zu empfehlen. Knapp fünf Kilometer lang ist diese Kurzwanderung, ohne Steigungen und daher auch schon für kleine Kinder machbar. Einkehren kann man idyllisch in der Wupperterrasse, und zum Schluss geht es dann mit der Seilbahn hoch zur Burg. Ab Haltestelle "Burg Brücke" unten im Ort fährt der Bus 683 sehr gut getaktet zurück nach Solingen.
 

Weiteres Highlight der Tour


Der Rüdenstein: Endlich mal kein Reiterdenkmal, sondern eine Hundestatue. Der Rüde, der auch dem benachbarten Ort seinen Namen gab, spielt die Hauptrolle in einer regionalen Legende. Robert von Berg, Jungherzog des Herzogtums Berg, war 1424 im Schnee mit dem Pferd unterwegs. Er stürzte an einem Abhang und lag an allen Gliedern zerschmettert, wie es in der Sage heißt, in unwegsamem Gelände in der Wupperschlucht. Seine Weggefährten konnten ihn nur finden, weil der Rüde des Herzogs jaulte und ihnen den Weg zu Herrn von Berg wies. Der Jungherzog genas von seinen Verletzungen und setzte seinem treuen lebensrettenden Hund ein steinernes Denkmal.
 

Zusatzinfos

Wegen der Busverbindung ab Rüden geht man die Tour am besten sonntags, an den anderen Tagen empfiehlt sich eine längere Einkehr in den Gaststätten des Ortes bei bergischen Spezialitäten, bis der Bus kommt.

Region:
Bergisches Land
Strecke:
13 km
Dauer:
3 bis 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
schwer
Wegemarkierung:
„X" und „S", Raute (5)

Höhenprofil

Solingen-Schaberg Bahnhof
Schaberg 6
42659 Solingen