Auf der Inderoute im Süden von Aachen

Highlight der Tour: Kornelimünster ist eine Perle der Region. Es ist noch sehr viel historische Bausubstanz erhalten. Die vielen Häuser aus hellgrauem Bruchstein verströmen belgisches Flair und rund um den Marktplatz laden Geschäfte und Gaststätten zum Bummeln und Einkehren ein. Auch das Kunsthaus NRW ist immer einen Besuch wert.

Auf der Inderoute im Süden von Aachen
Foto: www.euregio-im-bild.de

Einkehrmöglichkeit

In Kornelimünster gibt es zahlreiche Gaststätten, Cafés und Restaurants, unter anderem das Café Münsterländchen oder das Café Restaurant Napoleon am Korneliusmarkt.

Beschreibung der Wandertour

Die Route ist herrlich naturnah – satte Graswege führen zu verzauberten Landschaften, Weidenbäume flankieren die Route und schließlich kann man, wenn man Lust hat noch ein mehr Kilometer zu laufen, ein Kloster sowie eine historische Klause anschauen.

An der Bushaltestelle „Aachen Brand“ steigen wir aus und gehen noch wenige Meter in Fahrtrichtung geradeaus, dann rechts zum Marktplatz von Brand. Wir biegen am Café Liège – man kann die belgische Grenznähe auch kulinarisch spüren – links ab, queren den Platz und treffen vor der Kirche auf das erste Hinweisschild der Inderoute. Weiter geht es rechts an der St.-Donatus-Kirche entlang, auf der Ringstraße wandern wir rechts und ziemlich bald links in die Rollefstraße. Es geht leicht bergab, dann mit den Hinweisschildern links in die Wendelinstraße und direkt links in eine Sackgasse. Auf einem Stichweg rechter Hand geht es bergab ins Indetal. Dort überqueren wir die Bundesstraße und gehen in den Indeweg. Der Name weist darauf hin, dass wir uns auf dem rechten Weg befinden.


Ungefähr einen Kilometer nach unserem Start haben wir es geschafft: Wir wandern auf einem naturnahen Weg und können uns auf die Schönheit der Landschaft konzentrieren. Wir überqueren noch eine Straße und wandern dann auf einem wunderbaren Grasweg. Ein Hauch von alpenländischem Flair ist spürbar. Unser Weg führt – wie im Allgäu – an grasenden Rindern vorbei. Richtung Süden schauen wir auf die andere Seite des Indetals, am Horizont sind schon die ersten „Gipfel“ der Eifel zu sehen. Wir wandern hinunter zur Inde, überqueren den Fluss und kommen an der Komericher Mühle vorbei, einer alten Streichgarnspinnerei. An Weidenbäumen entlang und am Örtchen Krauthausen vorbei laufen wir bis zu einer Landstraße. Ihr folgen wir rechter Hand ein kurzes Stück, überqueren sie später und wandern auf einem schmalen Pfad linker Hand bergan.


Kleiner Tipp: Auf einer Anhöhe ist ein kurzer Abstecher zum historischen Kalkofen zu empfehlen. Wir folgen unserer Markierung durch den Wald und erreichen schon bald einen Kreuzweg, der uns zu einer Klause führt. Die Klause ist ein einschiffiges Kirchengebäude, eine Einsiedelei, die von 1658 bis 1900 von einem Eremiten – es war nicht die ganze Zeit derselbe! – bewohnt wurde. Dann geht es sehr alpin in Serpentinen auf einem schmalen Pfad ins Indetal an Felsen vorbei. Das ist schon ein Vorgeschmack auf die spannenden Wege des Eifelsteigs, denn die Inderoute ist ja quasi der Aperitif, das Präludium des Eifelsteigs. Schließlich wandern wir an der Inde entlang, über eine Brücke und wieder weiter am Fluss entlang, der sich um einen Bergsporn schlängelt. Die ersten Häuser von Kornelimünster sind zu sehen, immer noch ist der wurzelige Weg am Bach wunderschön. Am Kunsthaus von Kornelimünster überqueren wir die Brücke. Auf dem Marktplatz endet unser Weg und der Eifelsteig beginnt. Hält man sich am Korneliusmarkt rechts, ist schon bald die Hauptstraße und die Bushaltestelle erreicht.


Familien-Variante
Die Indetour ist wegen der Länge und der Erlebnisdichte hundertprozentig familientauglich.

Region:
Rheinland
Strecke:
6,1km
Dauer:
2 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Wegemarkierung:
Durchgehend mit einer gelb-blau-grünen Markierung gezeichnet

Höhenprofil

Bushaltestelle Aachen Brand am Marktplatz
Trierer Str. 796
52078 Aachen