Auf Königs- und Uferwegen der Rureifel

Highlight der Tour: Das Wasserkraftwerk. Das Wasserkraftwerk Heimbach besticht zunächst einmal durch die überragende Jugendstilarchitektur. Aber es ist auch ein technisches Wunderwerk: Die Anlage hat nämlich nichts mit dem Rursee zu tun, sondern produziert Strom aus dem Gefälle des 110 Meter höher gelegenen Urftstausees, dessen Wasser durch Stollen Richtung Kraftwerk rauscht. 1905, bei der Eröffnung des Gebäudes, war es das größte Speicherkraftwerk Europas. Eine Technik, die nach der Energiewende aktueller denn je ist. Im Innern des Wasserkraftwerks befindet sich heute ein RWE Industriemuseum. Hier lassen sich historische Haushaltsgeräte unterschiedlichster Art bewundern.

Auf Königs- und Uferwegen der Rureifel
Foto: Rureifel Tourismus e.V./Dennis Winands

Einkehrmöglichkeiten

Am Rursee kann man im Hotel "Der Seehof" und in der Seegastronomie "Am Pegel" einkehren.

Beschreibung der Wandertour

Am Bahnhof Heimbach gehen wir kurz südlich Richtung Zentrum. Am Kreisverkehr geht es rechts direkt über eine Brücke über die Rur. Dann halten wir uns links und gehen über einen schönen Uferweg direkt an der Rur entlang. Hinter einem Parkplatz treffen wir auf die Markierung des schwarzen Pfeils auf weißem Grund und gehen weiter an der Rur entlang unterhalb der Burg.

Der schwarze Pfeil ist die Wandermarkierung für den Krönungsweg, dem Hauptwanderweg Nr. 10 des Eifelvereins. Ob der Krönungsweg Krönungsweg heißt, weil es die Krönung eines jeden Wandererlebens ist? Egal, es geht weiter, und zwar über einen wunderbaren schmalen Pfad am Heimbacher Staubecken entlang. Dann wandern wir durch eine Siedlung und über eine Brücke, queren die Rur und stehen vor dem bizarren Bauwerk des Wasserkraftwerkes Heimbach. Am Wasserkraftwerk rechts weiter auf einer geteerten Straße und dann links hinauf Richtung Schwammenauel. Wenig später erreichen wir ein holländisches Dorf, das Resort "Eifeler Tor": Für die Ferienhäuser wird auf einem Schild eifrig geworben: "Luxe appartementenen villas gelegen in de duitse Eifel". Keine Angst, Sie können (für einen stolzen Preis) auch als deutscher Staatsbürger dort ein Ferienhaus erwerben. Schön ist es in der Gegend allemal! Wir gehen um das Dorf herum, an der Landstraße links und erreichen den Staudamm des Rurstausees. Wir gehen weiter am Ufer des Sees entlang, vorbei an der Anlegestelle der Rurschifffahrt. Auf den folgenden Kilometern kann man dann sehr entspannt den Uferweg des Rursees genießen - einfach herrlich!

Nach einigen Kilometern folgen wir dem Pfeil rechts hinauf in den Wald. Es geht in Kehren hinauf zur Hubertushöhe. Dort können wir einen letzten Blick auf den Rursee erhaschen. An der Hubertushöhe verlassen wir den "Pfeilweg" - unseren Krönungsweg - und gehen den Wanderweg mit dem Wegweiser "Kurze Schmidter Runde". Nach achtzig Metern biegt man an einem Feld rechts ab und folgt den Kennzeichen 1, 2 und 4, bis man eine Landstraße erreicht. Diese Landstraße gehen wir etwa hundert Meter rechts weiter und biegen dann links in den Teer weg, der zu einem Wanderparkplatz führt. Achtung, aufpassen, ich habe dort Belgier Auto fahren gesehen, da kann man nicht vorsichtig genug sein! Am Wanderparkplatz gehen wir nach rechts und sehen bereits die ersten Holzhinweisschilder Richtung Blens. Ab hier geht es immer abwärts am Odenbach entlang bis ins Tal der Rur. Eine Entspannung für müde Beine. Schließlich müssen wir noch durch den Ort Blens gehen, bis wir die Schienen der Rurtalbahn erreichen.

Region:
Eifel
Strecke:
13,7 km (Höhenunterschied: 313 m)
Dauer:
4 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
„Schwarzer Pfeil auf weißem Grund"

Höhenprofil

Bahnhof Heimbach

52396 Heimbach