Ein jüngerer und ein älterer Mann wandern im Sommer von rechts nach links über eine hügelige Graslandschaft.

Der Overather Pilgerweg

Highlight der Tour: Der Dom von Marialinden. Der offizielle Name der römisch-katholischen Wallfahrtskirche ist St. Mariä Heimsuchung. Im 16. Jahrhundert wurde das dreischiffige gotische Gotteshaus erbaut. „Kutt nom Dom“ ist eine kulturell ambitionierte Veranstaltungsreihe mit musikalischen Vorträgen.

Der Overather Pilgerweg
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Einkehrmöglichkeit

Sehr zu empfehlen ist der Landgasthof „Altenrath“ neben dem Dom in Marialinden mit exzellentem Kölsch vom Fass und deftigen Speisen. Die Öffnungszeiten: täglich ab 17:00 Uhr, sonntags auch zur Mittagszeit von 11:00 bis 14:00 Uhr, Dienstag und Mittwoch sind Ruhetage. Außerdem hält der „Bergische Hof“ in Marialinden frische Waffeln und köstlichen Kuchen bereit. Im Bahnhof von Overath kann man nach der Tour sehr schön in der Gaststätte „Die Stadtmitte“ einkehren, die täglich (außer Montag) ab 17:00 Uhr geöffnet ist.

Beschreibung der Wandertour

Wir starten am Wanderbahnhof Overath und überqueren schon bald die Agger, einen Nebenfluss der Sieg. Der erste Teil unseres Weges ist lange asphaltiert, aber wie heißt es so schön: Das Beste kommt zum Schluss. Haltet also durch! Hinter „Haus Burgfriede“ geht es steil den Berg hinauf, vorbei an den berühmten, jahrhundertealten sieben Fußfällen. Der Gang zu den sieben Fußfällen ist eine der ältesten Formen des Kreuzwegs. Seinen Namen erhielt der Bittgang von dem Brauch, an den Kreuzwegstationen niederzuknien. Wenn ihr mögt und fit seid, probiert es doch einfach mal aus – die sieben Verbeugungen auf einen Streich.

Sehr interessant und typisch für die Bergischen Streifzüge sind die opulent gestalteten Infotafeln am Wegesrand mit vielen schönen Illustrationen und spannenden Zahlenspielereien. Schon bald haben wir die Höhe erreicht, lassen uns im Vorbeigang an einer Weide von Ziegen und Geißböcken durchaus freundlich „anmeckern“ und genießen die Ausblicke über das Aggertal.


Wir wandern durch die Ortschaften Büscherhöfchen und Weißenstein und erreichen schon bald den topografischen Höhepunkt unserer Wandertour in Marialinden. Dort befindet sich auch der Dom, ein echtes Highlight für jeden Pilger, dazu könnt ihr später noch mehr lesen. Am idyllischen Marienbrunnen vor dem Gotteshaus laden mehrere Bänke zu einer kleinen Verschnaufpause ein.


Nach der kleinen erquickenden Rast laufen wir durch ein Wohngebiet von Marialinden, später kurz an der Landstraße entlang, biegen dann wieder links ab und wandern über schöne Wege, bis wir auf der Höhe an der Gaststätte „Zur Sonne“ vorbeigehen. Danach laufen wir überwiegend bergab, durch Wälder, über Wiesen und an einem pittoresken Bauernhof vorbei.
 

An diesem Gehöft dürft ihr euch vom etwas kuriosen Arrangement aus Gartenzwergen, Schneewittchen und ausgefallenen Accessoires begeistern lassen. Wir erreichen den Overather Ortsteil Wasser. Wahrscheinlich müssen sich die Bewohner oft den Kalauer „Na, wohl zu nah am Wasser gebaut“ anhören. Kurz darauf wandern wir auf einem grandiosen Pfad am Wasser, also an der Agger, entlang. Wir überqueren diesen Zufluss der Sieg auf einer Fußgängerbrücke. Dann geht es für uns noch eine kurze Weile durch Overath und schon haben wir den Wanderbahnhof 2019 erreicht.


Kaum zu glauben, aber durchaus wahr: Die Bahn strecke der Oberbergischen Bahn sollte in den 1980er-Jahren stillgelegt werden. Gut, dass wir mittlerweile ab Overath gut getaktet und komfortabel nach Hause fahren können – vom Wanderbahnhof mit der Wanderbahn.


Familien-Variante

Der Weg ist für Familien mit großen Kindern gut machbar. Mit kleinen Kindern kann man mit dem Bus 575 bis zur Haltestelle Marialinden-Schule fahren und von dort gut vier Kilometer größtenteils bergab zum Wanderbahnhof Overath spazieren.

Region:
Bergisches Land
Strecke:
8,8 km
Dauer:
3 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
Durchgehend markiert mit einer weißen „16“ auf rotem Grund

Höhenprofil

Overath Bf
Bahnhofsplatz 5
51491 Overath