Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Lost Places

Diese Tour startet an der Jahrhunderthalle in Bochum und bietet auf den Spuren von Kohle und Stahl in Gelsenkirchen und Herne richtig viel Ruhrpott-Charme. Über die alten Erzbahntrassen geht es vorbei an der ehemaligen Zeche Hannover zum Schloss Strünkede.

Lost Places
© 2818784 / pixabay

Beschreibung der Wandertour

Alles beginnt an der Jahrhunderthalle im Bochumer Westpark, der eine großartige Kombination aus wilder Natur und Industriekultur ist. Ein Eldorado für Entdecker*innen und ein idealer Fotospot für die Instagram-Community. Beliebte Hashtags sind übrigens #ruhrpottromantik, #meinruhrgebiet und #industriekultur. Zu Fuß geht es für uns in Richtung Erzbahntrasse. Die erste Überraschung auf dem Weg ist die Erzbahnschwinge, eine doppelt gekrümmte, 130 Meter lange Hängebrücke, die per Rad oder zu Fuß passiert werden kann. Der Weg führt uns weiter über die Trasse in Richtung Gewerbepark Carolinenglück in den Stadtteil Hordel. Wir verlassen die Trasse kurz, um sowohl die unter Denkmalschutz gestellte Siedlung Dahlhauser Heide als auch das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover zu besichtigen. Übrigens wurde die Dahlhauser Heide auch „Kappeskolonie“ genannt, weil die hier lebenden Menschen den geliebten Kohl in ihren Gemüsegarten anbauten. Mein Tipp: Werft mal einen Blick auf die Infotafeln am Wegesrand entlang der Route der Industriekultur.

„Anne Bude“ – Zeit für eine Pause


Weiter auf der Trasse treffen wir auf Holgers Erzbahnbude. Den typischen Klümpkes-Kiosk nutzen wir für eine kleine Erfrischung mit echtem Ruhrpott-Feeling. Der Weg führt uns weiter über Brücken zur Gelsenkirchener ZOOM-Erlebniswelt. Hier könnt ihr mit etwas Glück in die Tiergehege spinksen. Die letzten Meter der Erzbahntrasse führen uns über den Rhein- Herne-Kanal. Wir überqueren die architektonisch sehr faszinierende Fußgängerbrücke Grimberger Sichel und haben einen fantastischen Ausblick auf den Kanal. Unsere Route in Herne wird schon bald begleitet von der Wanderweg-Markierung „XE“, dem 129 Kilometer langen Emscher-Park-Weg des Sauerländischen Gebirgsvereins. Es geht weiter bis zur roten Papageienbrücke, die auch zum Fotos machen einlädt. Bevor wir die Brücke überqueren, besteht allerdings die Chance, im Biergarten mit dem Namen „Oskar im Kanal“ eine Kleinigkeit zu schnabulieren und die Künstlerzeche Unser Fritz zu besichtigen.
 

Auf der Zielgeraden zum Schloss Strünkede


Vom Ufer des Kanals haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf die in der Nähe liegenden Halden Hoppenbruch und Hoheward. An der Schleuse Wanne-Eickel wechseln wir die Kanalseite und der Weg führt uns zum Hafen Wanne-Ost. Das letzte Stück am Wasser entlang müsst ihr echt noch mal genießen. Hinter der Autobahnbrücke leitet uns der markierte Emscher-Park-Weg vorbei an den fürs Revier typischen Kleingärten zum Schloss Strünkede. Was für ein Kontrastprogramm zum Rest der Wanderung! Das Wasser schloss ist umgeben von einem wunderschönen Park mit einer kleinen Schlosskapelle. Der krönende Abschluss einer sehr abwechslungsreichen Tour.
 

Nicht verpassen!

Der Westpark in Bochum ist eine beeindruckende Mischung aus Industriekultur und Natur. Klärbecken wurden zum Biotop und die künstlich entstandenen Terrassen sind verbunden durch zahlreiche Wege, Rampen und Brücken. Noch ein Einkehrtipp für Pommes-Currywurst in Wanne-Eickel: www.fritzchen-das-gleiscafe.de 
 

Wichtige Info:

Die Wanderung führt zum größten Teil über asphaltierte Wege, darum befinden sich einige Radfahrer auf der Strecke.

Region:
Ruhrgebiet
Strecke:
22,3 km (Höhenunterschied: 175 m)
Dauer:
4,5-5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
teilweise XE Emscher-Park-Weg

Höhenprofil

Westpark Bochum

44793 Bochum