Rund um Bad Driburg

Die Highlights der Tour: Der Gräfliche Park. Kein Witz. Die Kurstadt Bad Driburg ist die Erfindung eines einzelnen Mannes. Man darf sich das aber nicht vorstellen nach dem Motto: „Der Graf sprach: Es werde Bad und gründete das Bad Driburg“. Der ausgewiesene Forstexperte Caspar Heinrich von Sierstorpff war zunächst auch „nur“ Freiherr, den Grafentitel bekam er erst in hohem Alter verliehen. Aber es war Sierstorpffs Verdienst, die Heilquellen Driburgs zu erschließen, Bade- und Logierhäuser zu bauen sowie Kurgäste nach Bad Driburg zu locken. Im Laufe der Jahre wurde Sierstorpff zum größten Gutsbesitzer der Region, so dass unsere Wanderung auch zu einem Großteil durch Privatbesitz, eben den Gräflichen Park, führt.

Rund um Bad Driburg
Foto: Gräflicher Park GmbH & Co. KG

Einkehrmöglichkeiten

Die "Sachsenklause" auf der Iburg bietet nicht nur eine gepflegt-rustikale Wanderküche, sondern auch einen im wahrsten Sinne des Wortes überragenden Blick auf Bad Driburg und die gegenüberliegenden Berge, die der Wanderer und die Wanderin schon erklommen haben. Öffnungszeiten: Täglich ab 9.30 Uhr, Ruhetag Dienstag
 

Beschreibung der Wandertour

Wir gehen aus dem Bahnhof, wenden uns nach links und folgen der Straße 300 Meter. Dort treffen wir auf das weiße „V“ auf rotem Grund, den VitalWanderWeg mit dem schönen Namen „Lebenskraft“. Wir folgen dem Weg links die Böschung hinauf, überqueren Straße und Schienen und gehen durch ein Wohngebiet bergan. Einen knappen Kilometer später sind wir im Wald, zur Rechten weite Ausblicke Richtung Eggegebirge. Wir gehen dem Gipfel des Steinbergs hinauf und sammeln dort oben die ersten Bergpunkte, denn es geht bei dieser Wanderung durchaus stramm hoch und runter.

Auf dem Abstieg vom Steinberg durchqueren wir ein Arboretum. Der exotische Baumpark beheimatet auf etwa zehn Hektar seltene Baumarten wie Ginkgo, Zaubernuss oder den Kaugummibaum. Ein geologischer Steinbruch und 20 Steinhügelgräber aus der Bronzezeit können ebenfalls bestaunt wer den. Wir gehen an einem großen Freischwimmbad vorbei und erklimmen den Rosenberg. Beim Aufstieg wandern wir entlang der Zäune des Gräflichen Wildparks. Was es mit diesem Grafen auf sich hat, dazu mehr unter „Highlights der Tour“. Es fällt auf, dass die Markierung „V“ oft gekoppelt ist mit einem „S“. „S“ wie Sachsenring, denn so heißt ein Rundweg um Bad Driburg herum. Nanu, gibt es denn eine sächsische Enklave mitten in Westfalen? Das Ding mit den Sachsen ist eher historischer Natur, bevor Kaiser Karl der Große sie vertrieb, war der Osten des heutigen Westfalens ursächsisches Gebiet. Zur Strafe für ihre Niederlage im achten Jahrhundert mussten die Sachsen weit in den Osten ziehen und einen ganz komischen Dialekt lernen.
 

Wir steigen vom Rosenberg hinunter und durchqueren den Gräflichen Park bzw. den angrenzenden Golfplatz. Bereiten Sie sich also auf tieffliegende Golfbälle vor und ziehen Sie schon mal den Kopf ein. Jetzt taucht immer wie der ein „V“ auf blauem Grund auf, aber nicht irritieren lassen, das ist ein anderer Weg, wir bleiben unserem roten Zeichen treu.
 

Wir kreuzen die Bahnlinie und folgen der Markierung durch das Zentrum von Bad Driburg. Auf der anderen Seite der Stadt geht es bergauf zur Iburg, so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt. Leider führt der Lebenskraft-Weg unterhalb der Iburg vorbei, aber ein Abstecher ist lohnenswert, alleine schon, um in der Sachsenklause einen Imbiss zu nehmen und die Aussicht zu genießen. Weiter geht es auf dem VitalWanderWelt-Weg und wir lesen auf einer Tafel am Wegesrand, dass auch Annette von Droste-Hülshoff einige Zeit in Bad Driburg kurte. Sie wird als Wegepatin für den Lebenskraft-Weg ausgewiesen. Weiter geht es nun in einer sehr großen Kurve rund um das südliche Bad Driburg. Immer wieder ergeben sich Ausblicke auf Wiesen, Weiden und die Stadt. Wir unterqueren schließlich eine Bundesstraße, gehen rechts und auf einem kleinen, schönen Fußpfad kommen wir am Bahndamm an. Nun wieder die 300 Meter zurück zum Bahnhof und die Heimreise kann stressfrei beginnen.

Restaurant Pferdestall

In dem 1860 erbauten ehemaligen Pferdestall der Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff  ist heute das bodenständige "Restaurant Pferdestall“ untergebracht.
www.graeflicher-park.de

Buddenberg Arboretum

Eine Anpflanzung von über 200 einheimischen und exotischen Bäumen und Sträucher aus aller Welt. Auf einer Fläche von etwa 10 Hektar sowie Fundstätte verschiedener Steinhügelgräber aus der Bronzezeit.
buddenberg-arboretum.de

Gräflicher Park

Die Anfänge des Parks liegen in der 1669 vom Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg angelegten doppelreihigen Lindenallee. Zeitgenössische Gartenkunst und der Charme der Gründerzeit verbinden sich in der 65 Hektar großen, mehrfach prämierten Parkanlage.
www.graeflicher-park.de

Dreifaltigkeitskloster

In dem 1924 errichteten Kloster leben die Steyler Anbetungsschwestern. In der Stille und Abgeschiedenheit des Klosters ist ihre Aufgabe die ständige Anbetung (Tag und Nacht) und des feierlichen Chorgebetes.
www.dreifaltigkeitskloster.de

Hochseilgarten

Im Hochseilgarten Bad Driburg kommt es darauf an, künstlich geschaffene Übungselemente aus Seilen, Balken und Plattformen zu bewältigen, die in 10 bis 12 Meter Höhe zwischen Holzmasten befestigt sind.
www.bad-driburg.com

Glasmuseum

Das Glasmuseum wurde gegründet, um die jahundertealte Glasmachertradition Bad Driburgs zu reflektieren. Es zeigt die Geschichte der Glasstadt.
www.bad-driburg.com 

Iburg Ruine

Die Iburg (380m) ist eine ehemalige sächsische Fliehburg, deren Geschichte 753 n. Chr. beginnt, als der Erzbischof Hildegarius von Köln auf einem Zuge durch das Sachsenland geschlagen wurde.
www.bad-driburg.com

Piet Oudolf Garten

Der international renommierte Gartenarchitekt Piet Oudolf hat einen Stauden- und Gräsergarten angelegt, der wie ein blühender Fluss durch den Landschaftspark mäandert.
www.graeflicher-park.de

Burg Dringenberg

Ihre Erbauung auf dem rund 300m hohen Bergkegel in den Jahren 1318-1323 verdankt sie dem Paderborner Fürstbischof Bernhard V. zur Lippe. Bis ins 19. Jahundert diente sie als Sommerresidenz der Paderborner Bischöfe.
www.bad-driburg.com

Modellbundesbahn

Die rund 100 qm große Miniaturwelt im historischen Güterbahnhof zeigt einen detailreichen Nachbau der Bahnhöfe Bad Driburg und Ottbergen, sowie des Bahnbetriebswerks Ottbergen zu Zeiten der 70er Jahre.
www.modellbundesbahn.de

Das Neuhaus

Das Haus ist direkt am Wanderweg “Sachsenring“ und dem „Vital Wanderweg – rot“ gelegen. Gutes Frühstücksbuffet für einen idealen Start in einen erlebnisreichen Tag.
www.das-neuhaus.com

Sachsenklause

Die Sachsenklause auf der Iburg bietet nicht nur eine gepflegt-rustikale Wanderküche, sondern auch einen im wahrsten Sinne des Wortes überragenden Blick auf Bad Driburg und die gegenüberliegenden Berge, die der Wanderer und die Wanderin schon erklommen haben.
Region:
Teutoburger Wald/Egge
Strecke:
15,6 km (Höhenunterschied: 471 m)
Dauer:
5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
Weißes „V“ auf rotem Grund

Höhenprofil

Bahnhof Bad Driburg

33014 Bad Driburg