Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Auf dem Bierweg im Oberbergischen Land

Highlight der Tour: In Gassenhagen informiert die Info-Tafel „D“ über den Hopfenanbau. Und um die Informationen anschaulich zu machen, rankt sich neben der Info-Tafel der Hopfen vier Meter in die Höhe. Um das Hopfenerlebnis anschaulicher zu machen, kann man bei Hobbybrauer Uwe Krimmel neben den Hopfenpflanzen nach Voranmeldung (Telefon 02262-3370) ein oder zwei frisch gebraute Bier verkosten. Herr Krimmel erklärt Interessierten gerne in seinem "Hobbykeller" den Brauvorgang. Und dann heißt es: Prost und wohl bekomms!

Auf dem Bierweg im Oberbergischen Land
Foto: Das Bergische

Einkehrmöglichkeiten

In Bielstein kann man sich in der näheren Umgebung des Bahnhofs passend zum Thema der Wanderung in der Erzquell Brauerei stärken. Außerdem sehr empfehlenswert ist die private Brauerei "Gassenhagener Hüttenbräu".
 

Familien/Handicap-Variante

Der Weg ist thematisch eher etwas für Erwachsene. Daher ist der Bierweg vielleicht geeigneter für eine Vatertags- als für eine Familienwanderung. Eine barrierefreie Version oder Abkürzung des Wegs gibt es leider nicht. 
 

Beschreibung der Wandertour

Wir starten den Bierweg am Busbahnhof in Bielstein und gehen Richtung Ortsmitte. Wir folgen der roten Markierung mit der "17". Passend zum Thema des Streifzugs kommen wir schon bald an der Erzquell-Brauerei vorbei. Dort werden viele Biersorten gebraut: Pils, Malzbier und Kölsch, das einzige Kölsch aus dem Bergischen Land. Daher schmückt sich die Erzquell Brauerei mit dem Titel "Höchstgelegene Kölsch-Brauerei der Welt". Gegenüber der Brauerei informiert eine Info-Tafel des Bierwegs über die Geschichte der Braukunst im Bergischen Land. Diese insgesamt sieben Info-Tafeln begleiten uns über den gesamten Weg und sind äußerst ansprechend gestaltet – sehr informativ und unterhaltsam.

Wir gehen durch Wohnflächen bergan und stoßen nach kurzer Zeit auf die gelben Markierungen des Bergischen Panoramasteigs. Dieser 246 Kilometer lange Weitwanderweg erschließt in einer großen Schleife das Bergische Land und ist mit dem Zertifikat des Deutschen Wanderverbandes ausgezeichnet. Als wir die Höhen oberhalb des Wiehltals erreicht haben, wandern wir durch ausgedehnte Wälder. Ein Aufenthalt im Wald erhöht übrigens die Anzahl der Antikrebszellen. Warum weiß keiner so recht. Vermutlich wegen der Phytonzide, das sind gasförmige Substanzen, die die Bäume gegen Schädlinge ausstoßen. Also sollten wir ein paar Mal tief einatmen, auch die Wanderung auf einem Bierweg ist gut für die Gesundheit. Später gehen wir längere Zeit auf einem asphaltierten Feldweg und durchqueren den Ort Krahm mit schönen Fachwerkhäusern und Einkehrmöglichkeit.

Vorbei am Reitzentrum Nallingen wandern wir ein Stück parallel zum X22, dem Kurkölner Weg. Es wäre eine Überlegung wert, einen Abstecher nach Köln, in die Hauptstadt des Kölschs, zu machen. Aber vielleicht sind die 45 Kilometer bis Köln doch etwas zu ambitioniert, also gehen wir weiter auf unserem Bierweg mit der Nummer "17". Wir passieren die Ortschaft Gassenhagen mit Hopfenanbau und Hobbybrauer Uwe Krimmel (siehe Highlights). Beschwingt – falls wir beim Hobbybrauer eine Pause gemacht haben – schweben wir über Feldwege bis zu einer Landstraße, die wir überqueren. Wir wandern an einem Friedhof vorbei, manchmal kann man an dieser Stelle aussortierte Grabsteine entdecken, das ist ein wenig gruselig.

Nach einer Weile biegen wir links auf einen schönen Wiesenweg ein und stoßen wieder auf die gelben Markierungen des Bergischen Panoramasteigs. Eine einfache Holzbank am Wegrand lädt zu einer Rast ein. Kleiner Tipp: Passend zum Thema des Weges könnte man jetzt mit dem Bier aus dem Rucksack ein zünftiges Picknick mit phantastischen Fernblicken veranstalten. Wir gehen hinunter Richtung Bielstein und durchqueren den Ortsteil Linden. Die Info-Tafel in Linden weist auf die überragende Rolle von gutem Wasser für den Brauvorgang hin. Neben der Info-Tafel findet sich passenderweise die Quelle, die die Erzquell-Brauerei mit Brauwasser versorgt. Wir wandern weiter bergab und erreichen einen schönen Weg, der über die alte Bahntrasse und Eisenbahnbrücke führt. Keine Angst, die Schwellen und Gleise sind entfernt, der Zugverkehr der Kleinbahn nach Waldbröl ist schon lange eingestellt. Wir gehen über die rauschende Wiehl und sind schon bald wieder am Busbahnhof angelangt.

Region:
Bergisches Land
Strecke:
13,3 km
Dauer:
4 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
Durchgehend markiert mit einer weißen „17“ auf Rot
Bielstein Busbf, Wiehl

51674 Wiehl