Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Auf dem Ruhrhöhenweg

Highlight der Tour: Grünanlage Hohensyburg. Der kleine Park wurde in den 1980er-Jahren angelegt und verbindet auf engstem Raum kulturelle und sportliche Highlights. Zunächst natürlich das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, bei dem wir zusehen können, wie Kaiser Wilhelm I. hoch zu Ross volle Pulle Richtung Ruhr galoppiert. Dann natürlich der Vincketurm, der aussieht wie der Kölner Richmodis-Turm, nur eben ohne Pferde.

Auf dem Ruhrhöhenweg
Foto: Stadt Wetter

Einkehrmöglichkeit

Die Hohensyburg ist ein gastronomischer Hot Spot des Ruhrgebiets, ganz klar. Der Fairness halber keine Empfehlung, sondern alle Gaststätten im Zielbereich: Road Stop, Sunshine RestaurantRistorante Rilasso.
 

Beschreibung der Wandertour

Ankunft im Bahnhof von Wetter (Ruhr). Ich verkneife mir an dieser Stelle alle Kalauer zum Thema Wetter. Ehrenwort, alle Wetter! Wir verlassen den Bahnhof und gehen am Ruhrtal Center rechts vorbei zur Hauptstraße. Dort links, später am Kreisel weiter geradeaus und unterhalb der imposanten Villa Bönnhoff an der Straße entlang. Nach wenigen hundert Metern gehen wir rechts in ein Sträßchen hinein und erblicken erstmals die Markierung des Ruhrhöhenwegs: Das große „X“ mit dem kleinen „R“. Diese Markierung (manchmal ist auch nur ein „X“ gezeichnet) wird uns verlässlich bis zur Hohensyburg führen.

Sehr schnell, überraschend und erfreulich zügig, wandern wir in eine tolle Schlucht hinein, Natur pur! Zur rechten Hand mächtige Felsenblöcke, zur linken Hand fließt der Schnodderbach Richtung Ruhr. Der Name des Bachs ist doch klasse, oder? Wandern am Schnodderbach für die „Schnodderschnauzen“ aus dem Ruhrgebiet. Langsam geht es bergan und 2,5 Kilometer hinter dem Bahnhof können wir an einer Schutzhütte, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat, einen ersten Ausblick auf die Ruhr beziehungsweise den 1931 angelegten Harkortsee genießen. An dieser Stelle treffen sich sehr viele Wanderwege, wir halten uns aber an unser X/R und gehen geradeaus ober halb der Ruhr weiter.

Kurz danach geht es landeinwärts und bald auf einem asphaltierten Weg hinunter nach Herdecke. Tja, da müssen wir jetzt durch, eine kleine Durststrecke hinunter an der Landstraße entlang, dann links kurz an der B 54 weiter und schließlich rechts hinter der Tankstelle in die Gasse „Am Jollenstein“. Unter der Bahnstrecke Dortmund-Lüdenscheid hin durch und dann geht es relativ steil hinauf. Wir unterqueren zwei mächtige Stromtrassen und das ist das Zeichen, dass wir uns auf Höhe des RWE-Pumpspeicherkraftwerks „Koepchenwerk“ am Hengsteysee befinden. Eine alte Technik, in Zeiten der Energiewende hochaktuell und dringend benötigt.

Weiter geht es über asphaltierte Waldwege bis zu einer Freifläche mit Rundumblick. Von dort geht es wieder Richtung Ruhr und wir wandern unterhalb des Klusenbergs auf einem wunderschönen Waldweg, umsäumt mit Birken. Wir kommen aus dem Wald heraus, überqueren eine Landstraße, der wir rechts kurz folgen. Wir haben die Klopp-Stadt Dortmund erreicht und gehen in den Ortsteil Syburg hinein. Später dann rechts Richtung Spielbank und sehr bald schon haben wir die Grünanlage Hohensyburg (siehe Highlight) erreicht. Die beste Aussicht auf die Ruhr bietet natürlich die terrassierte Aussichtsplattform am Kaiser-Wilhelm-Denkmal: Die größten Highlights am anderen Ruhrufer sind die Lennemündung, der Fernmeldeturm Riegerberg, die Autobahn „Ruhrtangente“, die katholische Kirche Christ König und die Müllverbrennungsanlage Hagen. Wir gehen oberhalb der Ruhr Richtung Quelle weiter und am Vincketurm und den Ruinen der Burg zur Spielbank Hohensyburg, dem Ziel der Tour.

Region:
Ruhrgebiet
Strecke:
12,8 km (Höhenunterschied: 410 m)
Dauer:
3,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
„X/R"
Bahnhof Wetter (Ruhr)

58300 Wetter (Ruhr)