Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Auf dem Sauerland-Höhenflug

Das Highlight der Tour: Die Burg Altena. Majestätisch erhebt sich die Burg Altena über der Stadt und dem Tal der Lenne. Eine Burg wie aus dem Bilderbuch! Erstaunlich und eher ungewöhnlich ist, für was die Burg in den letzten Jahrhunderten genutzt wurde. Nur kurze Zeit residierten richtige Grafen in der Burg, ab 1392 war sie Sitz des Amtmanns von Altena. Eine richtige Behördenburg mit vielen Beamt*innen, wahrscheinlich nicht sonderlich beliebt in der Region.

Auf dem Sauerland-Höhenflug
Foto: Sauerland Tourismus

Einkehrmöglichkeiten

In der Gaststätte "Zum Windack am Flughafen" bekommt man Kartoffelsalat wahlweise mit Bockwurst, Schnitzel, Frikadelle, Bratwurst, Kotelett. Für die Kleinen gibt‘s „Fliegenden Teppich“, also Schnitzel mit Pommes. Öffnungszeiten: Täglich ab 11.30 Uhr, Ruhetag: Dienstag und Donnerstag.
Im Restaurant Burg Altena gibt es eine bürgerliche Tageskarte, Kaffee und Kuchen, abends à la Carte, sonntags Lunchbuffet. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 11:30 - 17:00 Uhr, Freitag und von 11:30 bis 22:00 Uhr und Sonntag von 11:30 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Besuch des Restaurants ist ohne Museumsbesuch möglich. Am Bahnhof Altena kann man sich je nach gusto in einer Konditorei oder einer Döner-Bude gegen den Hunger wappnen.
 

Beschreibung der Wandertour

An der Bushaltestelle Wilhelmshöhe müssen wir – von Werdohl kommend – die Straßenseite wechseln. Dann wenden wir uns nach links und nach 50 Metern treffen wir auf das erste Logo des Sauerland-Höhenflugs. Wir gehen rechts hinunter und noch einige hundert Meter durch den Neuenrader Vorort Wilhelmshöhe. Dann geht es links mitten ins Vergnügen: Natur pur! Wie ein Paukenschlag lassen wir die Zivilisation hinter uns und wandern an einem bezaubernden Bach entlang. Das ist die Hönne, lernen wir kurze Zeit später. Die Hönnequelle ist eine Hungerquelle, denn nur bei Regenfällen strömt Wasser hinaus. Sollte man so eine „Hungerquelle“ nicht lieber „Durstquelle“ nennen? Das erscheint mir logischer. Es geht immer weiter bergan und langsam kapiert man auch, warum der Wanderweg Höhenflug heißt: Es geht über die Höhe, nicht durch die Täler, und die Aussichten, die sich da ergeben, sind gigantisch. Was beim Weit-ins-Land-hinaus schauen hilft, sind weite Karstflächen, die durch den Super-Sturm Kyrill 2007 entstanden sind. Auch die Vögel erleben wie die Wanderer einen Höhenflug. Sind das nun Mäusebussarde oder Rote Milane, die da am Himmel kreisen? Wahrscheinlich wissen das unsere gefiederten Freunde selber nicht.

Der vorläufige – im wahrsten Sinne des Wortes – Höhepunkt der Wandertour ist der Quitmannsturm, ein Aussichtsturm auf dem Kohlberg. Obwohl ich eine ausgeprägte Abneigung gegen Aussichtstürme besitze, habe ich testweise den Quitmannsturm bestiegen. Das ist echt ein Liebesdienst für alle Freund*innen von „Wunderbar wanderbar“. Und, lohnt es sich? Na ja, es ist windig dort oben, die meisten Aussichten konnte man auch vom Boden genießen, und der Abstieg ist für nicht Schwindelfreie eine Qual – nur Gitterroste. Erfreulicher ist da schon der Babywald, an dem man wenig später vorbeiwandert. Dort wurden keine Babys eingepflanzt, aber für (fast) jedes Baby von Neuenrade ein Baum. Man staunt über die Kreativität der Eltern bei der Vornamensfindung. Dann geht es über die Höhe weiter. Einige Zeit später müssen wir am Ortsrand von Ihmert kurz an einer Landstraße entlang gehen, dann führt uns aber ein Weg linker Hand weiter über die sauerländischen Höhen. Wir gehen über breitere Schotterwege durch die Felder und später über tolle Pfade durch ein weiteres Kyrill-Gebiet. Es sind dort übrigens keine neuen Bäume angepflanzt worden, wir wandern durch eine urwüchsige Heidelandschaft. Vergesst die Lüneburger Heide, hier kommt die Sauerländer Heide!

Passend zum Thema „Höhenflug“ gehen wir dann tatsächlich an einem Flugplatz vorbei. In nördlicher Richtung kann man bis nach Dortmund schauen und auf dem Flugplatz starten die tollkühnen Pilot*innen in ihren fliegenden Kisten. Dann geht es auf einer Wegschleife weiter und hinab Richtung Lennetal. Wir erreichen die ersten Straßen von Altena und erfahren am Wegesrand, ambulant sozusagen, etwas über die Ursprünge der Drahtzieher-Stadt-Altena. Man hat sich schon ein wenig an die Häuser am Stadtrand von Altena gewöhnt, aber dann biegt der Sauerland-Höhenflug noch mal links in den Wald ein und da – Ah-und-Oh-Finale! – liegt die Burg Altena in ihrer ganzen Herrlichkeit vor uns. Wir gehen noch einen großen Bogen über einen Waldpfad und müssen schließlich noch eine Straße überqueren. Achtung, der Übergang liegt in einer Kurve! Lieber noch einen Meter nach links gehen, um einen Überblick über den Verkehr zu bekommen. Dann geht es noch die Straße hinauf zur Burg. Dort endet der Sauerland-Höhenflug, aber die schwarze Markierung mit dem H führt uns ober halb der Stadt Richtung Bahnhof. Am Busbahnhof müssen wir rechts an der Gaststätte „Am Bergfelder Eck“ vorbei gehen, dann erreichen wir die Brücke, die uns zum Bahnhof führt.

Region:
Sauerland
Strecke:
17,8 km (Höhenunterschied: 414 m)
Dauer:
4 bis 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
Logo des „Sauerland-Höhenflugs", schwarze Markierung „H“
Haltestelle Neuenrade, Wilhelmshöhe

58809 Neuenrade