Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Auf der Kupferroute

Highlight der Tour: Die Stadt Stolberg. Stolberg wird auch die Kupferstadt genannt und das kam so: Im 16. Jahrhundert siedelten sich Kupfermeister aus dem nahen Aachen in Stolberg an. Dort produzierten sie gelbes Kupfer, so nannte man damals Messing. Die Stolberger Kupfermeister erarbeiteten sich, wie ich im Internet las, eine europaweite Monopolstellung. Respekt! Was mich irritiert ist, dass alle von Kupfer sprechen, obwohl doch Messing gemeint ist. Es müsste also „Messingstadt Stolberg“ heißen und wir sind natürlich dann auch nicht auf der Kupferroute gewandert, sondern auf der Messingroute. Oder ganz korrekt Gelber-Kupfer-Route.

Auf der Kupferroute
Foto: Stolberg-Touristik

Einkehrmöglichkeiten

Im ersten Drittel der Wanderung erwartet Sie Frau Birken zu einem stärkendem Mahl im "Birkenhof". Am Ziel an der Burg Stolberg kann man im Burg-Ambiente leckere Speisen im angebundenen Restaurant zu sich nehmen.
 

Beschreibung der Wandertour

An der Bushaltestelle angekommen, lassen wir erst mal den Bus weiterfahren, Ordnung muss sein. Dann überqueren wir die Bundesstraße und gehen auf der anderen Straßenseite durch eine schmale Seitenstraße hinab in den kleinen Ort. Wir halten uns rechts und gehen vor der Kapelle rechts in den Friesenrather Weg. Ab hier können wir uns zunächst an den Markierungen des Eifelsteigs orientieren. Es geht links hinauf in einen Wald und wir wandern an Pferdekoppeln entlang eine Weile bergan.

Nach ungefähr zwei Kilometern erreichen wir das Kitzenhaus. Hier beginnt der Wanderweg „Kupferroute“ mit einem stilisierten „K“ als Markierung und hervorragenden Wegweisern, die uns bis nach Stolberg geleiten werden. Nach einem weiteren knappen Kilometer öffnet sich linker Hand ein toller Blick über das Aachener Eifelvorland. Zur Linken erkennen wir die Skyline von Kornelimünster, zur Rechten Breinig.

Kurze Zeit später erreichen wir den Birkenhof und haben die Möglichkeit für eine frühe Stärkung. Dann geht es über eine Landstraße und durch einen ausgedehnten Forst. In diesem Wald können wir auf den nächsten Kilometern unglaubliche Ruhe und Entspannung genießen.

Nach der Hälfte der gesamten Wegstrecke verlassen wir den Wald an einem Fischweiher und erreichen ein spannendes, hochmoorartiges Gebiet rund um das Naturschutzgebiet Schlangenberg. Dieses Areal war von keltischen Zeiten bis 1883 eine frühere Erzgrube, die Grube „Breinigerberg“. Interessant, wie sich die Natur die menschgemachte Grube zurück erobert hat. Wenn man sich das anschaut, könnte man die Gegend in Anlehnung an das Hohe Venn das Niedrige Venn nennen. Den Schlangenberg umwandern wir links herum, aber bevor es nach Breinig hinein geht, wandern wir wieder mit der Kupferroute rechts in den Wald hinein. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Ort Vicht und überqueren den Vichtbach.

In Vicht überqueren wir die Hauptstraße und gehen rechts an der Bäckerei Jansen vorbei, danach mit der „K“-Markierung links. Ziemlich überraschend geht es dann rechts auf einem Wiesenweg steil hinauf. Bitte Schritt-Tempo drosseln, sonst droht Atemnot! Nach kurzer Zeit kommen wir an einem Sportplatz vorbei, hier spielt der VFB Vichttal 08. Dieser Verein hat ein Herz für Frauen. Während die männlichen Fußballfans 5 Euro zu den Spielen des Landesligisten zahlen müssen, werden Frauen nur mit 3 Euro belastet. Genauso wie Rentner und Studenten. Und wie viel müssen RentnerINNNEN und StudentINNEN zahlen? Einen Euro? Gar nix? Ich bitte um Aufklärung.

Weiter geht es über Felder zum Stolberger Ortsteil Mausbach. Dort wenden wir uns links, wandern durch den Ort und weiter über Felder. In einem kleinen Forst geht es noch mal kurz bergan. Später überqueren wir ein letztes Mal eine Landstraße und wandern an einem Gehöft vorbei. Das Finale dieser Wanderung ist dann furios: Auf einem herrlichen Feldrainweg sehen wir das Stolberger Tal mit der imposanten Burg. Dann geht es durch die Altstadt von Stolberg hindurch, Stolberg ist ein echtes Juwel im Aachener Land. Vor der Burg gehen wir links die schmale kopfsteingepflasterte Gasse hinunter am Weissen Rössl vorbei (ich dachte immer, diese Gaststätte würde sich am Wolfgangsee befinden) und folgen den Hinweisschildern Richtung Rathaus. Vor dem Vichtbach rechts an der Gaststätte „Alt-Stolberg“ durch die atemberaubend heimelige Klatterstraße. Ich habe schon überlegt, dort ein Haus zu kaufen, der Leerstand ist erschreckend hoch. Dann links an der Arnoldsmühle über eine Brücke gehen und direkt wieder rechts. Weiter den Hinweisschildern Richtung Rathaus folgen, links gehen, dann kommt man automatisch zum Bahnhaltepunkt „Stolberg-Rathaus“, unserem Ziel.

Region:
Eifel
Strecke:
18,5 km (Höhenunterschied: 260 m)
Dauer:
5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
Stilisiertes „K“, Eifelsteig-Markierung
Haltestelle Friesenrath, Aachen

52076 Aachen