Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Eine Burg aus Rurzeiten

Nein, es liegt nicht an unserem gehobenen Alter, dass wir für alte Burgen und Schlösser immer zu haben sind. Vielmehr schwärmen wir einfach für diese Wanderungen mit schönen, historischen Zielen und mögen es wahrscheinlich einfach nur wildromantisch. Eifel: Wir kommen!

Eine Burg aus Rurzeiten
© HeinzWaldukat / Adobe Stock

Beschreibung der Wandertour

Wir starten unsere Wanderung an dem kleinen Bahnhof Abenden. Geht übrigens auch morgens ????. Nachdem wir auf der Rurbrücke eine Weile den Blick auf das dahinplätschernde Wasser genossen haben, wandern wir weiter und biegen links in die Straße Im Hag ab. Am Ortsrand führt uns ein schmaler, steiler Pfad in den dichten Wald. Haltet nach dem Schild der Buntsandsteinroute Ausschau. In mehreren Kehren steigen wir durch den Laubwald auf und erreichen bald eine Felswand. Schmal führt der Weg an ihr vorbei, zur Hangseite mit einem Geländer gesichert. Das passt auch für schwächere Nerven. Wenig später kommen wir am Aussichtspunkt Kühlenbusch an. Bänke laden zu einer Verschnaufpause ein, denn uns knurrt schon der Magen. Bei einer kleinen Brotzeit genießen wir den Blick über das idyllische Rurtal. Unseren Verpackungsmüll nehmen wir selbstverständlich wieder mit.

Klettermaxe am Effels

Der Buntsandsteinweg führt uns nun bis zu einer Teerstraße, die auf die Bundesstraße stößt. Wir wandern ein Stück entlang der Straße, bis wir im Ort Nideggen links in die kleine Straße Im Effels abbiegen. Wir schlendern an den Gebäuden des Nationalpark-Tor Nideggen vorbei, bevor wir wieder auf einem schmalen Pfad in den Wald eintauchen. Später liegt die Schutzhütte Effelsdach am Weg. Hier bietet sich ein grandioser Ausblick aufs Tal und die Burg Nideggen. Abwärts passieren wir die imposanten Kletterfelsen des Effels und schauen den wagemutigen Kletterern zu. Uns juckt es bei solchen sportlichen Höchstleistungen ja eher weniger in den Fingern. Ein bequemer Waldweg führt uns zum Kurgarten. Wir steigen aber nicht hinauf zum Ort, sondern folgen Pfad 37 unterhalb der Burg. Beim Abzweig mit dem Schild „Felssturzgefahr“ biegen wir rechts ab und gelangen zu einer Plattform mit Bank und dem nächsten spektakulären Ausblick ins grüne Rurtal. Von der grandiosen Aussichtskanzel genießen wir die Eifel „at its best!“
 

Es war einmal …

Der Weg führt uns unterhalb der Burgmauern an den mächtigen Felsen entlang. Schließlich betreten wir die im 12. Jahrhundert erbaute Burg und schlendern durch den Burghof. Wer noch Puste hat, der kann hinauf auf den Westturm der Burg kraxeln. Wir laufen dann in den Stadtkern von Nideggen, wo rund um den kopfsteingepflasterten Marktplatz Cafés mit herrlichem Kuchen zum wohlverdienten Einkehrschwung laden. Nach einer Stärkung verlassen wir den Ort über die Heimersteiner Straße. Ein Waldweg führt am Heimersteiner Brunnen und skurrilen Felsformationen vorbei. In einem serpentinenreichen Abstieg geht es den Hang hinunter Richtung Brück. Wir erreichen das Tal kurz vor der Landstraße, halten uns aber links und folgen dem breiten Weg durchs Tal. Felder und Wald im Rücken, hat uns Abenden schließlich nach zwölf Kilometern Wanderglück wieder.
 

Einkehrmöglichkeiten

Kohldampf? Cafés und Restaurants gibt’s in Nideggen, Restaurants in Abenden
 

Nicht verpassen

Von der Schutzhütte Effelsdach aus bietet sich ein schöner Ausblick auf das grüne Rurtal ohne „h“. Bewundernswert: An den senkrechten Buntsandsteinfelsen kleben förmlich die mutigen Sportkletterer. Für alle Burgfräuleins: Auf der historischen Burg Nideggen bietet sich der Aufstieg auf den Westturm und ein Besuch des Burgenmuseums im Bergfried an.

Region:
Eifel
Strecke:
12 km (Höhenmeter: 310 m)
Dauer:
3 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
Buntsandsteinroute, Pfad 37
Haltepunkt Abenden (Bedarfshalt)

52385 Nideggen