Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Piazza Metallica

Im Ruhrgebiet recycelt man, was Kohle und Stahl so hergeben. Ausgediente Industrieanlagen und Zechen sind heute beeindruckende Industriedenkmäler, (Erlebnis-)Parks, Museen und Abenteuerspielplätze gleichermaßen. Best-Practice-Beispiel: der Landschaftspark Duisburg-Nord (LaPaDu).

Piazza Metallica
© Nick Wassong (urbanhiker.de)

Beschreibung der Wandertour

Glück auf und Tach auch: Unsere Tour startet am Duisburger Hauptbahnhof. Per Bahn oder Carsharing machen wir uns auf den Weg nach Duisburg-Meiderich. Manchmal ist ein Leihwagen ja ganz schick, denn ihr könntet die Hüttentour zum Beispiel noch spontan erweitern und euch in Duisburg-Ruhrort den größten Binnenhafen Europas anschauen. Los geht‘s aber erst mal an der Nordparkhütte in der Emscherstraße. Das Thyssener Hochofenwerk produzierte über 80 Jahre Roheisen für die Stahlindustrie. Das 1985 stillgelegte Hüttenwerk liegt als Industriedenkmal eingebettet im Landschaftspark Duisburg-Nord. Wir begeben uns hier auf eine 180 Hektar große Zeitreise, vorbei an Hochöfen, Gießhallen und Bunkern, die seit über zwei Jahrzehnten unter Denkmalschutz stehen und nachts unfassbar schön beleuchtet werden. Was für eine prächtige Kulisse: Bei Sonnenschein strahlt die Anlage in vollem Glanz, bei grauem Himmel hat der LaPaDu etwas Mystisches, fast schon Bedrohliches!

Heavy Metal

Von der Nordparkhütte laufen wir direkt auf das Doppelkühlwerk zu. Wir halten uns rechts und gelangen zur Gebläsehalle und der Piazza Metallica. Einst kleideten die hier verlegten Riesenplatten das Gießbett der Eisenerzgießerei aus. Jetzt finden hier in lauwarmen Sommernächten Freiluftkino und sehr coole Konzerte statt. Nächster Stopp: Gasometer – hier könnten wir im größten Indoor-Tauchbecken Europas abtauchen. In 13 Metern Tiefe gibt es ein künstliches Riff, einen Flugzeugrumpf und ein Schiffswrack zu bestaunen. Doch wir stratzen trockenen Fußes weiter Richtung Hochofen Nr. 5. Wir erklimmen die Eisentreppe und landen auf einer Besucherplattform mit einem grandiosen Blick über den Pott. Da der Hochofen nie geschlossen ist, lassen sich hier auch wundervolle Sonnenauf- und -untergänge genießen.
 

Die Wände hochgehen

Am Hauptschalthaus mit Besucherzentrum und Restaurant vorbei, halten wir uns in Richtung Jugendherberge, die wir umkreisen, um zur Elektromechanischen Werkstatt zu gelangen. Ein Heißluftrohr weist uns den Weg und wir verlassen kurz den LaPaDu. Wir überqueren Bahndamm und A59 und gelangen in das Außengelände der Anlage. Eine Aussichtsplattform ermöglicht uns erneut einen Industrie-Romantik-Blick par excellence. Wir folgen links dem Bahndamm der Emscherpromenade. An der Hamborner Straße geht es zurück in den Park zum Sinterplatz. Hier steht ein Windenergieturm mit einem Windrad, das die Wasserqualität des hiesigen Klarwasserkanals verbessert, quasi mit Sauerstoff anreichert. Außerdem dient das Wasser der nachhaltigen Bewässerung der Bunkergärten. In unmittelbarer Nähe: die Kletteranlage am Bunker. Dort schauen wir zum Abschied den Kletterprofis zu, wie sie „die Wände hochgehen“. Verschiedene Schwierigkeitsgrade bieten allen Kletterfans das richtige Ambiente. Auch schön: Hinsetzen und Staunen …
 

Einkehrmöglichkeiten

Im Hauptschalthaus kann man sich mit regionalen und saisonalen Speisen stärken.
 

Alternative Antriebe

Anbieter: stadtmobil carsharing
Stationen: Duisburg Hbf Ost, Otto-Keller-Straße 5 // Lehmbruck-Museum, Dellviertel, Düsseldorfer Straße 42 // Neudorf-Nord, Lerchenstraße 10 // Neudorf, Grabenstraße 117
So geht´s: https://rhein-ruhr.stadtmobil.de/privatkunden/so-funktionierts/
Preise: https://rhein-ruhr.stadtmobil.de/privatkunden/unsere-tarife/

Region:
Ruhrgebiet
Strecke:
9,3 km (Höhenmeter: 100 m)
Dauer:
2 - 3 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Wegemarkierung:
keine
Duisburg Hbf
Portsmouthplatz 1
47051 Duisburg