Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Rhein-Ruhr Romantik pur

Die Route Industriekultur bietet 700 Radkilometer Ruhrgebietsgeschichte satt. Dort, wo früher Güterzüge die Kohle zwischen den Industriestätten im Pott transportierten, machen wir heute eine erstaunlich naturnahe Zeitreise per Fahrrad.

Rhein-Ruhr Romantik pur
© Kamzoom / Adobe Stock

Beschreibung der Wandertour

Für unsere Radtour durchs Ruhrgebiet leihen wir uns am Altenessener Bahnhof Fahrräder aus. Hättet ihr gedacht, dass allein in Essen an 60 metropolradruhr-Stationen über 600 Räder angeboten werden? Klasse Sache, finden wir! Unser Tipp: Ladet euch am besten die nextbike-App vorab auf das Handy, dann geht es vor Ort flotter. Wir scannen die Nummern der ausgewählten Bikes, stellen die Sattelhöhe ein und los geht‘s. Der Weg führt uns über einen Discounter-Parkplatz auf einen kleinen Feldweg. An dessen Ende folgen wir ein Stück der Hauptstraße, dann biegen wir ab in Richtung Bahngleise. Bald nähern wir uns dem beeindruckenden UNESCO-Welterbe Zollverein, der schönsten Zeche der Welt. Mitten im Grünen steht ein Kunstwerk, eine einsame Treppe, die nach oben ins Nichts führt. Die Sportlichen unter euch können hier raufrennen und wie Box-Champion Rocky Balboa die Arme in die Höhe reißen! Weiter geht es an den Gebäuden der alten Kokerei vorbei, dann folgen wir den nach rechts abbiegenden Gleisen und stoßen bald auf das Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche.

Kumpel und Kohle

Wir umrunden das Gebäude, radeln vorbei am weithin sichtbaren Förderturm, dem 55 Meter hohen Doppelbock auf Schacht XII. Nach einem Fotostopp fahren wir bis zur Straße gegenüber in ein Wohngebiet, immer in Richtung Nordsternweg. Die alte Bahntrasse ist ein Paradies für uns Radler: glatter Asphalt, kaum Gefälle und keine Autos. Nach zwei Kilometern etwa macht der Weg an einem kleinen Industriegebiet einen Linksknick, es geht kilometerlang weiter durchs Grüne, bis wir auf den Rhein-Herne-Kanal stoßen. Diesen überqueren wir über die Kanalbrücke, biegen dahinter scharf rechts ab. Weiter am Kanal entlang, haben wir unbemerkt die Stadtgrenze nach Gelsenkirchen überschritten.
 

Einmal Gelsenkirchen und zurück

Der Förderturm der Zeche Nordstern ist gut sichtbar, da auf seinem Dach eine 15 Tonnen schwere Skulptur thront: der Herkules von Gelsenkirchen. Ein Stück geht‘s zurück und direkt neben dem Amphitheater fahren wir über die Brücken von Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Hier liegen ein Wasserspielplatz und ein Integrationscafé direkt nebeneinander. Weiter radeln wir bis zur Schleuse und beobachten gebannt ein vorbeifahrendes Tankschiff. Hinter der ZOOM Erlebniswelt biegen wir rechts ab. Parallel zum Hüller Bach gelangen wir auf die Erzbahntrasse, auch ein aus einer alten Bahntrasse entstandener Fahrradweg, der uns mitten durchs Grüne führt. Nach einigen Kilometern biegen wir kurz vor dem Südfriedhof rechts ab in die Kray-Wanner-Bahn. Auf dieser Trasse strampeln wir munter weiter und erreichen dann wieder die Zeche Zollverein. Lasst sie nicht links liegen, hier gibt es so viel zu entdecken. Während sich Marcus eine Currywurst gönnt, tauche ich kurz ab in mein Kulturprogramm im Ruhr Museum. Glück auf, war töfte hier!
 

Einkehrmöglichkeiten

Einkehrmöglichkeiten am Sporthafen in Gelsenkirchen, an der Zeche Nordstern und rund um den Bahnhof Altenessen
 

Alternative Antriebe

Anbieter: metropolradruhr / nextbike
Stationen: Essen Altenessen Bahnhof
So geht´s:www.metropolradruhr.de/information
Preise: www.metropolradruhr.de/preise

Region:
Ruhrgebiet
Strecke:
39 km (Höhenmeter: 350 m)
Dauer:
4 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
keine
Bahnhof Essen-Altenessen
Hövelstraße 8
45326 Essen
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