Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Unterwegs auf dem Eifelsteig

Highlight der Tour: Monschau, der Berg der Freude, auf Französisch Mont Joie, mutierte im rheinisch-aachener Dialekt zu Monschau. Wenn man durch die Gassen des Eifel-Städtchens geht, hat man das Gefühl, der Begriff „pittoresk“ wurde genau hier erfunden. Jahrhunderte alte, windschiefe Fachwerkhäuser, eine lebendige Gastronomie und die reißende Rur im engen Tal.

Unterwegs auf dem Eifelsteig
Foto: Eifel Tourismus GmbH/Dominik Ketz

Einkehrmöglichkeit

Während der Tour ist in Höfen "Die alte Molkerei" am Nationalparktor zu empfehlen. Am Ziel in Monschau gibt es nicht nur zahlreiche, sondern über aus zahlreiche Cafés, Restaurants, Gaststätten. Verhungert ist in Monschau noch niemand. Und verdurstet auch nicht. Auch der Senf soll, so sagt man, immer reichlich in Monschau vorhanden sein. Ein lohnendes Ziel daher: die historische Senfmühle.
 

Familien-/Handicap-Variante

Für Rollis ist Monschau und Umgebung mit vielen gepflasterten Straßen nicht geeignet. Das Nationalparktor in Höfen ist dagegen perfekt barrierefrei. Für Familien empfiehlt sich ein kurze Tour (ca. 2,5 km). Wie beschrieben gehen, hinter dem Wasserfall dann rechts am Busbahnhof den Eifelsteig verlassen und wieder an der Rur Richtung Ortszentrum gehen. Anschließender Monschau-Bummel.
 

Beschreibung der Wandertour

Wir starten an der Bushaltestelle am Parkhaus und gehen die Straße abwärts, an Sparkasse und Amtsgericht vorbei, bis zum „Roten Haus“, das unschwer zu erkennen ist. Dann links und die erste Möglichkeit rechts über die Rurbrücke zum Marktplatz. Dort stoßen wir auf die Schilder des Eifelsteigs. Achtung! Man kann da leicht die Orientierung verlieren, wir wandern Richtung EINRUHR, nicht Richtung ROETGEN. Schnell geht es auf dem Eifelsteig über mittelalterliche Steinstufen hinauf. Einmal hat man den Eindruck, direkt in eine Haustür hineinzulaufen, aber kurz davor biegt der Weg links ab. So nah geht man an den altertümlichen Häusern vorbei, dass man riechen kann, was auf dem Herd steht. Schnell erreichen wir den Kierberg, von dem aus wir einen fantastischen Blick auf die andere Seite des Rurtals mit Burg Monschau haben.

Auf schmalen Pfaden geht es dann wieder hinab an einem kleinen Wasserfall vorbei. Ein weiterer Pfad führt uns über ein Sahnestück des Eifelsteigs. Fabelhafte Strecke, wir gehen vorbei an Felsen, die manchmal auch einen Namen haben: Teufelsley und Engelsley, da kann man sich dann aussuchen, zu welcher Fraktion man gehört. Wir gehen hinunter zum Hotel Perlenau, das am Perlenbach liegt. Im weiteren Wegverlauf kommen wir an einem kleinen Stausee vorbei, da wird der Perlenbach zum See, der in seinem tiefen Blau vor dem Grün der Wälder an einen kanadischen Berg see erinnert. Zwei Sinnes liegen am Wegesrand laden dazu ein, sich dem Sinnengenuss an diesem See hinzugeben, herrlich!
 

Dann geht es hinauf nach Höfen, aber nicht mörderisch steil, schnell haben wir die ersten Heckenungetüme des Dorfes erreicht. Die Monschauer Gegend ist berühmt für die haushohen, sorgfältig beschnittenen Megahecken, die eine wahre Augenweide sind. Wir stehen schnell vor dem Nationalparktor. Das ist kein eigentliches Tor, sondern ein Ausstellungsraum in einem schönen Haus. Ich überlege noch, ob ich mir das ansehe, da schwingt schon automatisch die Tür auf – wenn das keine Einladung ist. Im Ausstellungsraum faszinieren mich am meisten die didaktisch wertvollen Exponate zum Fühlen: Zähne und Zunge von Wildschweinen und Füchsen, ebenso diverse Felle. Da bekommt man ein „Feeling“ für die Waldbewohner.
 

Wir wandern durch das Ortszentrum von Höfen (mit Sparkasse und Kirche) und an weiteren gigantischen Hecken vorbei. Kurz darauf verlassen wir das Dorf und gehen über Felder mit Eifelblick, bis unser Eifelsteig wieder in den Wald eintaucht und erreichen den Kluckbach. Der noch schmale Bach mäandert durch den Wiesengrund. Zwei Kilometer hinter Höfen kommen wir an der historischen Sägemühle vorbei. Dort halten wir uns links an die Markierungen des Eifelsteigs und überqueren später, rund zehn Kilometer nach dem Start in Monschau, die Rur auf der Kluckbachbrücke. Wir verlassen gleichzeitig den Eifelsteig, der weiter nach Trier führt, und gehen an der Rur Richtung Monschau zurück.
 

Sporadisch können wir den Pfeil des Hauptwanderwegs 11 des Eifelvereins erkennen, aber der Weg ist auch ohne Markierung nicht zu verfehlen – einfach immer auf der nördlichen Seite der Rur entlang. Ab der Kläranlage ist unser Weg asphaltiert. Wir kommen an einem Campingplatz vorbei und erreichen die ersten Häuser von Monschau. Wir wandern immer weiter an der Rur entlang in den Ortskern, bis wir am „Roten Haus“ scharf rechts abbiegen und hinauf zur Bushaltestelle am Parkhaus gehen.

Region:
Eifel
Strecke:
14,5 km
Dauer:
4 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
„Eifelsteig" und „Pfeil" (Hauptwanderweg 11)
Monschau Bahnhof

52156 Monschau