Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Unterwegs auf dem Ilsetalpfad

Highlight der Tour: Der Weidelbacher Weiher. Dieser Weiher ist ein magischer Ort, manche sagen sogar: ein Kraftort. Woran das liegt? Vielleicht an den vielen Bäumen am Weiher mit den niedrig hängenden Ästen. Oder es liegt am glasklaren Wasser, in dem man sich wie einst Narziss spiegeln kann. Oder es liegt an den Seerosen, die im Sommer den Teich zieren. Woran immer es auch liegt, der Weidelbacher Weiher ist ein wirklicher Ort für eine Liebeserklärung oder einen Heiratsantrag.

Unterwegs auf dem Ilsetalpfad
Foto: Heidi Bücker/Wittgensteiner Wanderland

Einkehrmöglichkeit

Unter kulinarischen Gesichtspunkten ist der Ilsetalpfad ein besonderes Highlight. Man kann zwischendurch im Lahntal einen Abstecher zum edlen und von internationalem Publikum frequentierten Restaurant Jagdhof Glashütte machen. Auch das Angebot am Ziel in Feudingen ist exquisit: Im Landhotel Doerr gegenüber dem Bahnhof und im Lahntal-Hotel in der Ortsmitte tafelt man ausgezeichnet.
 

Familien/Handicap-Variante

Man kann die Tour etwas abkürzen, indem man schon nach Erreichen des Lahntals zum Hotel-Restaurant "Jagdhof Glashütte" abbiegt und dort die Tour beendet. Das sind aber immerhin auch schon über 12 Kilometer und die Busse ab Glashütte fahren höchst selten. Für Rollifahrer*innen ist die Tour oder Teilabschnitte nicht geeignet.
 

Beschreibung der Wandertour

Am Bahnhof wenden wir uns nach links und gehen an der Hauptstraße entlang. Wir überqueren die Bahnlinie und gehen links in die Straße „Im großen Hof“. Dann in die zweite Straße links (Auf den Weiherhöfen). Wir können uns gut an der gelben Markierung des Lahnwanderwegs orientieren. Wir überqueren die Lahn und treffen an der Kreuzung Eichholz-Kalterbach auf den Ilsetalpfad, der durchgehend mit dem liegenden „R“ auf Schwarz gekennzeichnet ist. Wir halten uns links und gehen einen schmalen Graspfad hinauf.

Weiter bergan geht es zumeist über Forstwege. Schnell haben wir an Höhe gewonnen und gehen durch ausgedehnte Kyrillflächen, auf denen sich schon mannshoher neuer Bewuchs gebildet hat. Wir wandern durch einige Fichtenwälder und kommen an einem Panoramablick mit zwei Sinnenbänken vorbei. Wir befinden uns auf der Erhebung „Hohe Ley“. Seit der Loreley weiß man ja, dass „Ley“ das mittelhoch-deutsche Wort für Felsen ist. Von Felsen ist aber auf der Hohen Ley bei Feudingen nichts zu sehen, das ist eher ein hoher Buckel. Dann gehen wir abwärts ins Ilsetal, auch hier hat sich wieder der starke Kyrill als Holzfäller betätigt.
 

Wir gehen scharf rechts auf einen Pfad in südlicher Richtung und überqueren die Straße. Wir wandern an der Ilse entlang, dem Fluss, der dem Premiumweg den Namen gab. Das ist der schönste Abschnitt der ganzen Tour: Auf einem schmalen, sehr grünen Pfad erreichen wir bemooste Kobold-Felsen, aus denen an einigen Stellen erfrischendes Wasser sprudelt. Das sind keine Rieselfelder, sondern Rieselfelsen. Über eine Holzbrücke queren wir die Ilse und verschwinden in den Wald. Dort geht es am Weidelbach entlang und wir erreichen den Weidelbacher Weiher. Einige Zeit später gehen wir über einen breiten Forstweg an der Bettelmannsbuche vorbei. Dieser Weg ist eine alte Handelsstraße, auf der Holzkohle transportiert wurde.
 

Wir biegen mit unserer schwarzen Markierung scharf rechts ab und haben nun das Tal der noch jungen Lahn nur wenige Kilometer unterhalb der Lahnquelle erreicht. Wir wandern auf einer Höhe von ungefähr 600 Metern über dem Meeresspiegel und genießen immer wieder Blicke auf den gegenüberliegenden Kamm des Rothaargebirges, auf dem sich auch der Rothaarsteig befindet.
 

Der Ilsetalpfad teilt sich auf den letzten Kilometern den Weg mit dem Lahnwanderweg (290 Kilometer lang von der Lahnquelle bis zur Mündung in den Rhein in Niederlahnstein). „Wandern im Facettenreich“ ist der Slogan des Lahnwanderwegs – willkommen in der Wortspielhölle. Wir sehen die ersten Häuser von Feudingen und verlassen am Markisengeschäft den Ilsetalpfad. Über die Straßen „Auf den Weiherhöfen“ und „Im großen Hof“ erreichen wir wieder die Hauptstraße und wenig später den Bahnhof.

Region:
Siegerland
Strecke:
16,5 km + 2 km Zuweg
Dauer:
5,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
schwer
Wegemarkierung:
Durchgehend markiert mit weißen Linien (liegendes „R") auf Schwarz
Bahnhof Feudingen

57334 Bad Laasphe