Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Wandern. Staunen. Siegen.

Bei strahlendem Sonnenschein starten wir unsere Wanderung „Rund um die Grube Ameise“ in Siegen. In der Fußgängerzone am Hauptbahnhof stärken wir uns aber erst mal in einem der hübschen Cafés mit einem „Fleißige-Ameisen-Tour-Frühstück“. Energie muss sein!

Wandern. Staunen. Siegen.
© Teka77 / iStock

Beschreibung der Wandertour

Relativ vollgefuttert durchqueren wir am Fuße der Oberstadt den unteren Teil der Siegener Altstadt. Wir überqueren die Frankfurter Straße und wandern auf der Melanchthonstraße den Häusling hinauf. In einer Linkskurve verlassen wir die Straße und biegen in einen kleinen Waldweg ein. Jetzt wird’s grün, aber Obacht: Dieser Weg ist steil und bei Nässe rutschig! In einer großen Linkskurve folgen wir dem Weg, schattig geschützt von schönen Bäumen. Da, wo sich die Bäume lichten, können wir linker Hand auf die Altstadt mit dem Wahrzeichen von Siegen, dem Krönchen, schauen. Weiter geht es durch den Wald, bis wir am Weiterbildungskolleg die Straße queren. Am Ende geht es weiter in den – ihr ahnt es schon – Wald. Wir überqueren eine Lichtung mit Kreuzung und halten uns geradeaus auf dem Hauptweg. Wir betrachten fasziniert die großen Bäume, die ihre langen Schatten vorauswerfen. Jetzt biegen wir rechts ab und schlendern den Berg hinab zur Grube Ameise. Die Grube wurde bereits 1562 urkundlich erwähnt. Dort förderte man – wenn auch nicht kontinuierlich – bis 1956 Eisenerz.

Am Bach auf den Leim gehen

Eine Infotafel und die Überbleibsel des Stolleneingangs lassen uns kurz innehalten und uns der harten Tage unter Tage gedenken. Wir kehren zum Hauptweg zurück und wandern jetzt parallel zum Flüsschen Leimbach. Bald kommen wir an der Leimbachquelle vorbei, die „hinterm dichten Fichtendickicht“ jedoch nur schwer zu finden ist. Also, Augen auf! Wir folgen dem Weg einige Hundert Meter und biegen wieder links ab. Immer geradeaus, dann erreichen wir das Naturfreundehaus Eisenwaldhütte. Von Januar bis Oktober bietet es sowohl Speis und Trank als auch Bett und Übernachtung. Wir entscheiden uns für Kaffee und Kuchen, denn lecker Essen hält ja bekanntlich Leib und Seele beisammen. Gestärkt und dezent überzuckert setzen wir unsere Wanderung fort. Zurück auf dem Hauptweg folgen wir diesem nach rechts.
 

Besser chicken run als Wienerwald

Nach dem dichten Wald erreichen wir nun das wunderschöne Hitschelsbachtal. Wenig später passieren wir eine große Hühnerfarm, auf der im Freien jede Menge Gallus gallus domesticus unterwegs sind. In Serpentinen geht es den Berg hoch und wir können von hier aus schon einen Teil von Siegen sehen. Noch einige Kehren weiter und wir erreichen die Straße Richtung Berufskolleg. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum steilen Pfad. Diesen steigen wir hinab bis zur uns bereits bekannten Melanchthonstraße. An deren Ende biegen wir nach links ab und setzen unseren Weg siegreich fort Richtung Bahnhof zurück zum Ausgangspunkt. Dass ihr in der Fußgängerzone in einem Schmackofatz-Restaurant etwas schnabulieren könntet, müssen wir nicht nochmal erwähnen, oder?! Habt beim Wandern bestimmt genug Kalorien verbrannt, also gönnt euch was!
 

Einkehrmöglichkeiten

Energiebeschaffung? Im Naturfreundehaus Eisenwaldhütte (Jan. – Okt.) und überall in der Siegener Innenstadt bestens möglich.
 

Nicht verpassen

Beim Aufstieg am Rand des Häuslings macht ein „Schulter-Rückblick“ auf das „Krönchen“, eine vergoldete Plastik auf dem Turm der Nikolaikirche und Wahrzeichen der Stadt Siegen, echt einen hübschen Sinn. Als Erinnerung an die Grube Ameise dient der Schachtstein, wo einst Schacht II in eine unfassbare Tiefe von 885 Metern führte.

Region:
Siegerland
Strecke:
14 km (Höhenmeter: 350 m)
Dauer:
4 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
keine
Siegen Hbf
Am Bahnhof 16-20
57072 Siegen