Fahrradstellplätze an der Mobilstation Burscheid Raiffeisenplatz.
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Vorreiter: 19 Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis

Als erster Landkreis in Deutschland bietet der Rheinisch-Bergische-Kreis seinen Einwohner*innen ein flächendeckendes Netz an Mobilstationen.

Nachhaltig und multimodal: In Sachen Mobilität übernimmt der Rheinisch-Bergische Kreis eine bundesweite Pilotfunktion. Seit Jahresanfang ist hier ein flächendeckendes Netz mit 19 Mobilstationen entstanden. Diese verknüpfen verschiedene Verkehrsmittel an einem Ort und ermöglichen mobilen Menschen eine flexible Entscheidung zwischen ÖPNV, Sharing und Co.

Individuelle Mobilität wird neu gedacht

Die Mobilität im Rheinisch-Bergischen Kreis ist durch die Nähe zur Metropole Köln und zu weiteren Großstädten entlang der Rheinschiene deutlich vom Pendler- und Durchgangsverkehr bestimmt. Die Folge sind alltäglich kilometerlange Staus und überfüllte Straßen. Vor diesem Hintergrund haben die kreisangehörigen Kommunen mit Partner*innen aus den Bereichen Energie, Verkehr und Mobilität – darunter die wupsi, der Regionalverkehr Köln (RVK) und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) – das Kooperationsprojekt „Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ gestartet: Alternativen zum Pkw sollen entstehen, individuelle Mobilität neu gedacht und die Menschen zum Umstieg bewegt werden. Dafür bieten die Mobilstationen ein passgenaues Angebot vernetzter Verkehrsmittel – und zwar flächendeckend.

Modulares Bausteinsystem entspricht dem Bedarf vor Ort

Die Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis zeichnen sich durch ein modulares Bausteinsystem aus, das sich am spezifischen Bedarf der Einwohner*innen in den einzelnen Kommunen orientiert. Ein zentraler Baustein – neben der unmittelbaren Anbindung an den ÖPNV – ist ein rund um die Uhr und öffentlich zugängliches E-Carsharing-System (wupsiCar), sodass alle Bürger*innen flexibel ein Auto nutzen können. Auch die Bergische E-Bike-Flotte der RVK wird an den neuen Mobilstationen verortet sein. Weitere Bausteine sind Fahrradboxen, Park+Ride-Anlagen, Ladesäulen für eigene E-Fahrzeuge oder Mitfahrbänke. Gut erkennbar sind die Stationen durch eine Info-Stele im mobil.nrw-Design. Diese zeigt auf einem Blick, welche Mobilitätsangebote am jeweiligen Standort zu Verfügung stehen – ebenso wie die interaktive Karte auf der Website der RBK-Mobilstationen. Über die VRS-App sollen die verschiedenen Angebote an den Mobilstationen künftig direkt zu buchen sein.

„Mit den 19 Stationen haben wir die Entwicklung nachhaltiger Mobilität in der Region einen sehr großen Schritt vorangebracht. Wir haben für die Bürgerinnen und Bürger damit ein hervorragendes vernetztes sowie umweltfreundliches Mobilitätsangebot geschaffen. Da es in Deutschland bisher noch kein flächendeckendes Netz von Mobilstationen in einem Landkreis gab, verfügen wir sogar über ein echtes Alleinstellungsmerkmal!“

Stephan Santelmann Landrat Rheinisch-Bergischer Kreis

Mobilstationen dienen auch dem Klimaschutz

Mit der Einrichtung der Mobilstationen wollen die Projektpartner*innen nicht zuletzt einen Beitrag zum Klimaschutz und zu einer lebenswerten Umwelt leisten. Ein Ziel für die nächsten drei Jahre ist es, mit dem Verkehrsaufkommen auch die CO2-Emissionen um 26.687 Tonnen zu reduzieren. Weniger Staus auf den Straßen bedeutet zugleich weniger Lärm und mehr Lebensqualität für die Einwohner*innen im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Das Kooperationsprojekt „Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis – Das Bausteinsystem“ ist Teil des Förderprogramms KommunalerKlimaschutz.NRW; es wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Wirtschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Von der REGIONALE 2025 erhielt das Projekt aufgrund seiner hohen Bedeutung den A-Stempel. Perspektivisch sind Mobilstationen in der gesamten Gebietskulisse der REGIONALE 2025 geplant.

Info

Der Rheinisch-Bergische Kreis engagiert sich in der Europäischen Mobilitätswoche. Vom 16. bis zum 22. September 2022 können die neuen Mobilstationen und die Möglichkeiten nachhaltiger Mobilität vor Ort kennengelernt und ausprobiert werden.