Soest, Salz und Seen

Wandertour in NRW

Genießer*innen aufgepasst! Jetzt gibt es einen Geheimtipp, den es an einem Tag mit dem Rad zu entdecken gilt. Mittelalterliche Stadtbilder, ein heilklimatischer Kurort mit Gradierwerk, die landschaftlich reizvolle Soester Börde und das Westfälische Meer: Ab auf die TrioVelo-Route!

Beschreibung der Wandertour

Wir kommen morgens am Wanderbahnhof Soest an. Die bereits reservierten Fahrräder stehen in der Radstation gleich neben dem Bahnhof bereit. Es ist noch früh, also erst einmal hinab in die Soester Altstadt rollen und sich mit einem ausgiebigen Frühstück stärken – mein Tipp: das Café am Dom. In der Touristinformation gibt es einen kostenlosen Flyer zur Trio­Velo-Route, die ab hier perfekt ausgeschildert ist mit einem eigenen Logo, dem bunten Herz in drei Hauptfar­ben: Rot für Soest, Grün für Bad Sassendorf und Blau für den Möhnesee.

Das Geheimnis des weißen Goldes

Mit ersten Eindrücken verlassen wir der Kennzeichnung folgend die Stadt, natürlich nicht, ohne beim imposanten Osthofentor der alten Stadtmauer ein Foto zu machen. Der weitere Streckenverlauf ist dank eines Knotenpunktsystems ganz simpel, denn es macht ein Radeln nach Zahlen möglich. Dabei gelangen wir über KP (Knotenpunkt) 43 und 93 direkt zu unserer zweiten Station in Bad Sassendorf. Dort nehmen wir uns die Zeit, im Hof Haulle, einem landwirtschaftlichen Gutshof aus dem 17. Jahrhundert, die interaktive Ausstellung der Westfälischen Salzwelten unter dem Titel „Dem Geheimnis des weißen Goldes auf der Spur“ zu besuchen. Spannend! Wer noch die Zeit findet, schaut sich in Bad Sassendorf das Gradierwerk im Kurpark an, ansonsten geht es weiter zu KP 40. 

Der Lieblingssee in NRW: Der Möhnesee

Nun geht es in stetiger, aber moderater Steigung über die KP 41 und 42 durch die Soester Börde zu KP 69. 270 Höhenmeter sind zu überwinden! Die Aussichten werden zur Belohnung immer weiter und reichen bis zu den Höhenzügen des Arnsberger Waldes. In Richtung KP 70, dann KP 71 folgen wir dem Seeradweg vorbei an Stockum nach Körbecke. Hier lädt der schöne Seepark zur Pause ein. Weiter geht es nach Delecke mit weiteren Einkehrmöglichkeiten bald wieder in nördlicher Richtung bergauf zum Knotenpunkt 98. Die letzte Steigung ist geschafft, ein Blick zurück auf den unter uns liegenden See inmitten der Waldlandschaft lohnt sich sehr!

Die finale Abfahrt nach Soest über KP 95 und KP 49 ist definitiv ein Highlight dieser Tour. In der Ferne können wir unser Ziel schon sehen: die Kirchtürme der Dome St. Patrokli und St. Petri. Bis dahin geht es acht Kilometer fast nur bergab! So erreichen wir mit reichlich Fahrtwind im Ge­sicht die Soester Altstadt und haben uns ein Belohnungsbierchen im Brau­haus Zwiebel wirklich verdient. Mir hat es so gut gefallen, ich habe noch ein zweites Bier getrunken.

Einkehrmöglichkeiten

An den einzelnen Etappenzielen gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Ein­kehr, z. B. bei Eisdielen, Schnell­imbissen, Cafés und Restaurants.

Anfahrt

Linien: RE 11 (RRX), RB 59, RB 89
Taktung: je nach Linie halbstündlich oder stündlich

Alternative Antriebe!

Die Radstation am Bahnhof Soest verleiht ab acht Euro pro Tag Fahrräder. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-18 Uhr, samstags 9:30-13 Uhr, sonntags geschlossen. Telefonische Reservierung: 02921 14441.

Region:
Sauerland
Strecke:
Streckenlänge: 44,4 km (Höhenmeter: 270 m)
Dauer:
3 bis 4 Stunden (ohne Pausen)
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
durchgehend in beide Richtungen mit dem Logo der TrioVelo-Route, dem bunten Herz in Rot, Grün, Blau
Soest Bahnhof

59494 Soest
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