Auf dem Wittgensteiner Schieferpfad

Highlight der Tour: Schiefer-Schaubergwerk Raumland. Von 1860 bis 1926 wurde in Raumland Schiefer im Bergbau abgebaut. Seit 1983 entstand das Schiefer-Schaubergwerk, wo man sich über den Bergbau und die geologischen Besonderheiten des Schiefers informieren kann. Man kann sogar in dem Schieferbergwerk heiraten, dann mal "Glück auf!". Führungen gibt es mittwochs und samstags.

Auf dem Wittgensteiner Schieferpfad
Foto: Roland Klemann/www.wanderwege-nrw.de

Einkehrmöglichkeiten

Keine Einkehrmöglichkeiten direkt am Weg, bitte unbedingt Rucksackverpflegung mitnehmen. In Bad Berleburg in Bahnhofsnähe mehrere Gaststätten.
 

Beschreibung der Wandertour

Im südlichen Westfalen, wo einst Schiefer abgebaut wurde, tummeln sich heute Wanderer. Der Wittgensteiner Schieferpfad macht es möglich. Den Weg weist eine schwarze Fledermaus auf weißem Grund.

Vom Bahnhof aus gehen wir links und hundert Meter später wieder links in die Bismarckstraße. Wir queren die Gleise der Rothaarbahn und gehen bergan, der Markierung "X" folgend. Von der Straße geht es links in einen Feldweg, später, wenn der Aussichtsturm in Sichtweite ist, rechts unterhalb des Bismarckturms weiter. Dann gehen wir direkt wieder links und einige hundert Meter später rechts den "X-Weg" am Hang entlang. Wir erreichen gut zwei Kilometer hinter dem Bahnhof eine Landstraße und damit den Premiumweg "Wittgensteiner Schieferpfad". Der Schieferpfad wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 57 Punkten als Premiumweg zertifiziert. Ab dem Wanderparkplatz "Auf der Lenne" folgen wir die nächsten 14 Kilometer den Markierungen des Schieferpfads. Die Markierung ist eine schwarze Fledermaus auf weißem Untergrund. (Warum dann der Weg nicht Wittgensteiner Fledermauspfad heißt? - fragen Sie mich nicht.) Wir kommen an einem Schiefertagebau vorbei und an einem Schiefer-Schaubergwerk (man muss ein wenig abseits des Weges jenseits der Eder gehen, um zu dem Schaubergwerk zu gelangen). Der Schiefer, die Steine und Felsen sind das große Thema dieses Weges. Aber auch viele Zuflüsse zur Eder und die Eder (oder heißt es DER Eder, wegen Meister Eder? Nein! – es muss DIE Eder heißen). Also die Eder selbst ist eine Zeitlang unser Wegbegleiter. Wir klettern enge Pfade an tollen Felsen vorbei, genießen spektakuläre Aussichten.
 

Wir wandern auf einem ehemaligen Bahndamm und einer historischen, "vergessenen" Steinstraße, in die sich über die Jahrhunderte die Räder der Karren und Fuhrwerke eingegraben haben. Und man wandert an der Disko Ederblick vorbei. Das ist doch mal eine tolle Mischung. Wandern und zur Entspannung ein Schwoo ... Kurz, der Wittgensteiner Schieferpfad ist ein komplettes Wandervergnügen, verlangt aber dem Wanderer auch einiges ab. Ich knickte einmal ziemlich um, ziehen Sie sich also bitte gutes Schuhwerk an. Und: Die Wegeführung ist ziemlich tricky, Sie müssen gut auf die schwarze Fledermaus achten, vor allem kurz vor dem Ende des Wegs auf dem kahlen Gipfel des Berges Fredlar.
 

Nach 14 Kilometer Schieferpfad erreichen wir die Landstraße am Wanderparkplatz "Auf der Lenne", gehen wenige Meter an der Straße entlang und biegen dann wieder rechts auf den "X"-Weg Richtung Bad Berleburg. Auf dem Rückweg zum Bahnhof kann man vom Bismarckturm die herrliche Aussicht auf das Schloss der Familie Sayn-Wittgenstein-Berleburg genießen.

Region:
Siegerland
Strecke:
14,2 km + 2 km Zuweg vom Bahnhof Bad Berleburg (Höhenunterschied: 260 m)
Dauer:
5 bis 6 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
schwer
Wegemarkierung:
„X", „schwarze Fledermaus auf weißem Grund"

Höhenprofil

Bad Berleburg Bahnhof

57319 Bad Berleburg