Eine Collage aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus NRW und mehreren Wanderleuten.

Auf dem Kalorienpfad von Hilchenbach

Highlight der Tour: Das Highlight der Tour sind die Trimmgeräte des Kalorienpfads. Das sind keine altmodischen Trimm-Dich-Pfad-Klimmzug-Stangen, sondern hypermoderne Fitness-Geräte. Die Mucki-Bude kann man sich getrost sparen. Es gibt einen Gleittrimmer für die Beine und einen Trimmradler. Man kann balancieren, muss an Stangen hängen und das "Klappmesser" machen, letzteres ist extrem anstrengend. Am letzten Gerät muss man hangeln und diese Übung ist mit schwachen Bauchmuskeln bitte mit Vorsicht zu genießen. Wer alle Trimmgeräte geschafft hat, ist wirklich geschafft. Versprochen!

Auf dem Kalorienpfad von Hilchenbach
Foto: Dietmar Schwaak

Einkehrmöglichkeiten

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich bei einer leckeren Mahlzeit wieder ein paar Kalorien anzufuttern. Entweder im Restaurant "Zum alten Bahnhof" direkt am Haltepunkt oder im Hotel Restaurant „Siebel“, auch in Bahnhofsnähe. Und an der Staumauer kann man im „Alten Wärterhaus“ einkehren. Guten Appetit!
 

Familien/Handicap-Variante

Die komplette Tour ist sehr geeignet für Familien. Nicht zu lang und die Kinder haben großen Spaß an den sportlichen Herausforderungen. Für Rollstuhlfahrer*innen ist der Zuweg zum Kalorienpfad nur bedingt geeignet, da es zum Stausee doch ziemlich steil bergan geht. Dann geht es aber barrierefrei um den See herum.
 

Beschreibung der Wandertour

Am Bahnhof halten wir uns links und gehen in den Stift-Keppel-Weg, NICHT in die Allee direkt am Bahnhof, obwohl die so schön aussieht. Nach einigen hundert Metern kommt eine Rechtskurve und wir gehen an der "b school Allenbach" vorbei. Wir wandern über einen Bach, der kurioserweise Ferndorf heißt, und überqueren kurze Zeit später die Hauptstraße. Wir gehen geradeaus in die Breitenbacher Straße und sehen schon bald den ersten Hinweis auf unseren Wanderweg. An einem Parkplatz unterhalb der Staumauer beginnt der Kalorienpfad offiziell mit einer großen Info-Tafel. Wir lernen, dass wir schon alleine beim "einfachen" Wandern pro Stunde zwischen 300 und 540 Kalorien verbrennen. Und es gilt die Faustregel: Je dicker man ist, desto höher der Kalorienverbrauch. Das ist doch mal eine gute Nachricht für alle Molligen!

Wir gehen ziemlich steil hinauf zur Staumauer, am See wenden wir uns nach rechts und wandern über die Staumauer. Schon bald kommen wir zum ersten Trimm-Gerät (siehe Highlight). Das Schöne auf dem Kalorienpfad ist: Alles kann, nichts muss. Wer sich vor Zerrungen und Muskelkater fürchtet, kann die Geräte links liegen lassen. Wir haben ja gelernt, dass man auch durch das pure Wandern schon ordentlich Kalorien verliert. Aber wer das volle Programm mit den Geräten macht, verliert natürlich noch mehr Kalorien. Eigentlich müsste daher unser Wanderweg "Keine-Kalorien-Pfad" heißen.

Wir gehen bergan und genießen tolle Ausblicke ins Ferndorf-Tal. Eine Weile müssen wir ohne Geräte auskommen, werden aber mit einer charmanten Mischung aus schmalen Wanderpfaden und breiten Forstwegen entschädigt. Mit der Dörrhöhe erreichen wir den höchsten Punkt des Kalorienpfads und können uns an Ort und Stelle auf einer Sitzgruppe ausruhen. Aber wer rastet, der rostet, denn neben der Sitzgruppe lockt direkt die nächste Übung. Kleine Kalorienwürfel zeigen an wie viel man schon abgenommen hat. Auf einem schmalen Weg wandern wir wieder bergab Richtung Breitenbach-Talsperre, die wir kurze Zeit später erreichen. Es bieten sich herrliche Blicke über die Wasseroberfläche und wir gehen eine Weile auf Asphalt. Die Markierungen des Kalorienpfads führen uns aber schon bald rechts hinauf in den Wald. Ohne Schweiß kein Preis, sonst wird das nichts mit den purzelnden Kilos. Wir gehen auf wunderbaren Wegen und auch die Holzwirtschaft war fleißig: Am Wegrand sind Baumstämme zu Holzstapeln aufgeschichtet. Ich frage mich: Gehören die auch zum Fitnessprogramm? Wir wandern durch den Wald und erreichen eine Sinnenliege. Auf der können sich alle, die schon ordentlich aus der Puste gekommen sind, ausruhen. Nach einer Weile kommen wir wieder am geteerten Uferrundweg an und kurz darauf auch an der Staumauer. Wer noch nicht ausgelastet ist, kann noch eine Runde auf dem Kalorienpfad drehen. Alle anderen wandern hinunter zum Parkplatz, überqueren die Hauptstraße und gehen über den Stift-Keppel-Weg zurück zum Bahnhof. Und zu Hause nicht vergessen, den Kalorienverlust auf der Waage zu kontrollieren.

Region:
Siegerland
Strecke:
7 km + ca. 2 km Zuweg
Dauer:
3,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Wegemarkierung:
Durchgehend markiert mit dem „Wanderhöhepunkt-Logo", weiß auf schwarz
Bahnhof Stift Keppel-Allenbach
Lindenstraße 15
57271 Hilchenbach